Außenminister Wadephul beginnt mehrtägigen Südamerika-Besuch

💰 Ekonomi 📰 Germany 🕐 3 saat önce
Außenminister Wadephul beginnt mehrtägigen Südamerika-Besuch

Außenminister Wadephul beginnt heute einen mehrtägigen Besuch in Südamerika. Das Ziel: stabile Partner für neue Abkommen finden. Denn während Europa noch Absichtserklärungen unterschreibt, ist China längst da. Von Anne Herrberg. [ mehr ]

Außenminister Wadephul beginnt heute einen mehrtägigen Besuch in Südamerika. Das Ziel: stabile Partner für neue Abkommen finden. Denn während Europa noch Absichtserklärungen unterschreibt, ist China längst da.

Uns verbindet weit mehr als uns trennt, mit dieser Botschaft reist der deutsche Außenminister nach Südamerika - er will Boden gut machen, nachdem Europa die Region in der Vergangenheit eher vernachlässigt hat - jetzt sollen wieder Brücken gebaut werden.

Oder, im WM-Sprech ausgedrückt, dass man auch dort "das Runde ins Eckige bringen" könne, sagte Wadephul vor seinem Abflug. "Also ein Tor schließen können, das uns hoffentlich auch politisch voranbringt in den Beziehung zu diesen Ländern."

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Dass es bei seiner Landung in Asunción allerdings die Paraguayos sein würden, die das entscheidende Tor schossen, damit hätte der Außenminister nicht gerechnet - 3:1 für die Nationalelf hatte er getippt. Zeiten ändern sich. Auch geopolitisch. Aber genau deswegen nimmt Wadephul am Gipfel der Mercosur-Staaten in Paraguays Hauptstadt Asunción teil, mit denen die EU ein Freihandelsabkommen vor Kurzem unterzeichnet hat.

Nur durch ein stabiles Netz von globalen Partnerschaften könne man die "außen-, sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Kerninteressen" durchsetzen, sagte Wadephul. "Das Mercosur-Abkommen kann dafür ein wichtiger Baustein sein. Ich möchte mit unseren Partnern ausloten, wie wir dieses Potenzial gemeinsam nutzen können."

Angesichts von Handelskriegen und Zöllen suchen beide Seiten nach verlässlichen Partnern, um Lieferketten zu diversifizieren, um Abhängigkeiten von Großmächten wie China zu verringern. Beispielsweise bei kritischen Mineralien und Rohstoffen, Kupfer, Lithium, Seltenen Erden, die gerade für die Energiewende zentral sind.

Genau da brauche Europa Südamerika vielmehr als umgekehrt, habe aber bisher einfach zu wenig getan, sagt Micha Zauner, Vorstand der deutschen E-Metalle AG. Er begleitet den Außenminister als Teil einer großen Wirtschaftsdelegation.

Die Chinesen seien schon lange da. Die US-Amerikaner auch - und unter Trump noch aggressiver und schneller. "Also ich merke das immer wieder, wenn ich vor Ort bin, es gibt leider fast keine oder viel zu wenige europäische Akteure auf diesem Boden", so Zauner.

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