"Hitzepanik" und "Klima-Kommunismus": Wie rechts außen die Klimakrise verzerrt

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"Hitzepanik" und "Klima-Kommunismus": Wie rechts außen die Klimakrise verzerrt

Die FPÖ und ihr Umfeld zweifeln den menschengemachten Klimawandel an und gehen gegen Maßnahmen der Klimapolitik vor

Die FPÖ und ihr Umfeld zweifeln den menschengemachten Klimawandel an und gehen gegen Maßnahmen der Klimapolitik vor

Es ist ein Rekord: Noch nie war eine Nacht in Wien so warm wie jene von Sonntag auf Montag – mit einem Tiefstwert von 27,3 Grad. Europaweit werden solche Bestmarken gebrochen. Für viele Menschen sind derartige Temperaturen eine hohe, manchmal sogar tödliche Belastung.

Für Elsa Mittmannsgruber dürfte das hingegen ein "richtig geiles Wetter" sein. So beschrieb die Propagandistin in ihrem Buch Rechtsextrem? Tage mit Sonnenschein und 33 Grad. Warnungen vor Hitze seien eine "Gehirnwäsche". Wer den menschengemachten Klimawandel als größtes Problem unserer Zeit leugne, steht laut Mittmannsgruber "auf einer Ebene mit Holocaust-Leugnern", nur müsse man dafür "noch nicht" ins Gefängnis.

Mittmannsgruber hat durchaus Reichweite. Sie ist die Ehefrau von Stefan Magnet, dem rechtsextremen Kopf hinter dem Propagandakanal Auf1. Auch Magnet spricht regelmäßig von "Hitze-Hysterikern".

Derartige Vokabeln sind auch von der FPÖ zu hören. Sie forderte vergangenes Jahr etwa "Umweltpolitik mit Hausverstand statt ideologischer Klima-Hysterie". Die Rechts-außen-Partei schießt vor allem gegen Maßnahmen, um CO2-Emissionen einzudämmen. Der EU-Abgeordnete Roman Haider meinte 2024, der Zusammenhang zwischen CO2-Ausstoß und Klimawandel werde "wissenschaftlich durch nichts nachgewiesen, aber sei's drum". Parteichef Herbert Kickl sprach im Zusammenhang mit CO2-Bepreisung von "Klima-Kommunismus".

Vereinfacht gesagt setzt die FPÖ auf technologische Innovation; Verbote für Industrie oder Bürgerinnen und Bürger werden abgelehnt. Allerdings wird auch der menschengemachte Klimawandel an sich infrage gestellt. Das Klima verändere sich zwar, aber "man weiß nicht, inwieweit der Mensch daran schuld ist", tönte 2017 der oberösterreichische FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner.

Legendär bleibt die These des damaligen Parteiobmanns Heinz-Christian Strache, in Grönland sei einst Wein angebaut worden. Ob schon von den Wikingern, ließ Strache offen – das ist aber auch egal, denn es stimmt so oder so nicht. Solche pseudowissenschaftlichen Thesen finden sich derzeit auch in den bläulichen "Alternativmedien". Die Telekom-Presse meint etwa: "Der Südliche Ozean atmet tiefer als gedacht." Das werde aber verschwiegen.

Gleichzeitig zeigte schon Strache die zweite große Leitlinie im rechten Sprechen über Umweltschutz auf: Der sei "Heimatschutz". So argumentiert beispielsweise auch die vom Verfassungsschutz beobachtete Identitäre Bewegung. Ihre Akteure reden kaum über Klimawandel – und wenn doch, verb

📌 Kaynak

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