Erdbeben in Venezuela: Retter finden nach knapp einer Woche noch Überlebende
Die Zahl der Toten nach den beiden Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 am vergangenen Mittwoch liegt laut der venezolanischen Regierung derzeit bei 1719
Die Zahl der Toten nach den beiden Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 am vergangenen Mittwoch liegt laut der venezolanischen Regierung derzeit bei 1719
Caracas/San Salvador/Quito – Knapp eine Woche nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela werden immer noch Menschen lebend gefunden. Einsatzkräfte aus El Salvador erreichten in der Nacht auf Dienstag (Ortszeit) einen 44-Jährigen unter den Trümmern eines Einkaufszentrums in der Küstenstadt Maiquetía, wie El Salvadors Präsident Nayib Bukele auf der Plattform X schrieb. Der Mann sei über einen Schlauch mit Wasser versorgt worden, während die Rettungsarbeiten andauerten.
Die Feuerwehr der ecuadorianischen Hauptstadt Quito, die ebenfalls im Katastrophengebiet im Einsatz war, meldete am Montag die Rettung eines Zwölfjährigen. "Fünf Tage nach dem Erdbeben sind Lebenszeichen der größte Ansporn, weiterzumachen", hieß es in einem Post auf der Plattform X. "Solange es noch eine Chance gibt, werden wir weiter suchen."
Die Zahl der Toten nach den beiden Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 am vergangenen Mittwoch liegt nach Angaben der venezolanischen Regierung derzeit bei 1719. Einsatzkräfte aus Venezuela und zahlreichen anderen Staaten suchen weiter unter eingestürzten Gebäuden nach Verschütteten. Nach einer Modellrechnung der US-Erdbebenwarte USGS könnte die Zahl der Toten in die Zehntausende gehen.
"In der betroffenen Region wurden wahrscheinlich rund 58.870 Gebäude beschädigt oder zerstört", erklärten die Wissenschafter Corey Scher und Jamon Van Den Hoek von der Oregon State University auf Grundlage von Satellitendaten vom 25. Juni – dem Tag nach den Beben. Es handle sich um eine vorläufige, schnelle Einschätzung, betonten die Wissenschafter. Die Zahl sei lediglich ein Anhaltspunkt und nicht vor Ort überprüft worden. Der Präsident der venezolanischen Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, hatte am Montag mitgeteilt, dass 855 Gebäude zerstört worden seien. 189 seien "komplett eingestürzt".
Auch ein Hund ist nach Angaben Bukeles unter den Geretteten. Das Tier, das auf den Namen "Giselle" höre, sei in der Stadt Caraballeda nach einem fünfstündigen Einsatz aus den Trümmern gezogen worden. In einem Video war zu sehen, wie der Hund in den Armen seines Retters lag und diesen aufgeregt im Gesicht abschleckte. (APA, 30.6.2026)
Venezolanisches Militär übernimmt Kontrolle in Erdbebenregion
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