Internationale Arbeitsorganisation: UN-Organisation stoppt Ernennung von US-Beamten zum Vizechef
Die USA schulden der Internationalen Arbeitsorganisation Beiträge. Die Organisation macht deshalb die Berufung eines US-Beamten zu ihrem Vizechef nun rückgängig.
Die ILO hat die Berufung von Sheng Li zum stellvertretenden Direktor widerrufen, da die USA Zahlungsrückstände in Millionenhöhe haben. Die USA könnten durch Begleichung der Rückstände ihre Position als größter Beitragszahler zurückgewinnen. Die ILO befindet sich in einem Dialog mit der US-Regierung, um die Situation zu klären. Aufgrund fehlender Finanzmittel plant die ILO den Abbau von 120 Stellen bis 2029. Die Reformpläne müssen jedoch noch verabschiedet werden, da die Organisation seit September letzten Jahres keinen stellvertretenden Leiter mehr hat.
Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat die Berufung des US-Beamten Sheng Li zum stellvertretenden Direktor der UN-Organisation rückgängig gemacht. Wegen »anhaltender Verzögerungen bei der Begleichung der Zahlungsrückstände« sei seine Ernennung widerrufen worden, teilte ILO-Chef Gilbert Houngbo mit.
Li ist ein ranghoher Beamter im US-Arbeitsministerium. Seine Ernennung war im April bekannt gegeben worden. Zum 1. Juni hatten die USA Rückstände bei der in Genf ansässigen Organisation in Höhe von 173 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet rund 150 Millionen Euro) für die vergangenen beiden Jahre und fast 84 Millionen Franken (umgerechnet rund 72 Millionen Euro) für das laufende Jahr angehäuft.
»Die ILO befindet sich in dieser Angelegenheit weiterhin in einem konstruktiven Dialog mit der US-Regierung«, erklärte Houngbo. Die USA könnten die Rückstände begleichen und dadurch »ihre Position als größter Beitragszahler zurückerlangen«.
Die ILO hat seit vergangenem September keinen stellvertretenden Leiter mehr. Damals hatte die US-Bürgerin Celeste Drake die Organisation verlassen. Der Posten des stellvertretenden Direktors geht traditionell an die USA. Wegen ausbleibender Finanzmittel plant die ILO den Abbau von 120 Stellen bis 2029. Entsprechende Reformpläne müssen aber noch verabschiedet werden.
📌 Kaynak
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