Kann ein Museumsbesuch das Gehirn schützen?
Haben Menschen wenig Sozialkontakte, kann sie das langfristig krank machen. Ein Präventionsprojekt holte nun einige ins Museum – und gab ihnen ein Gefühl der Lebendigkeit zurück
Haben Menschen wenig Sozialkontakte, kann sie das langfristig krank machen. Ein Präventionsprojekt holte nun einige ins Museum – und gab ihnen ein Gefühl der Lebendigkeit zurück
Es ist heiß. Und es wird auch noch länger heiß bleiben, selbst wenn etwas Abkühlung in Sicht ist. Vor allem in den Städten sind deshalb viele Menschen auf der Suche nach kühlen Orten – und finden den Weg ins Museum. Was im ersten Moment nicht intuitiv klingt, macht auf den zweiten Blick sehr viel Sinn. Kunstobjekte können alt sein, in schlechtem Zustand oder müssen, um sie langfristig zu konservieren, unter gleichmäßigen klimatischen Bedingungen aufbewahrt werden. Deshalb werden die Räumlichkeiten entsprechend temperiert – und das kann man im Sommer ausnutzen.
Ein Museumsbesuch hat dabei deutlich mehr positive Wirkung als nur den Kreislauf zu stabilisieren. Er kann dabei helfen, das Risiko für Demenz zu reduzieren. Denn er regt die Gehirnaktivität an und bietet soziale Kontakte – zwei von 14 wissenschaftlich definierten Faktoren, über die man das Demenzrisiko reduzieren kann.
Doch wie funktioniert das konkret? Genau das wurde nun in einer Pilotstudie am Department für Demenzforschung und Pflegewissenschaft an der Donau-Universität Krems untersucht. Die Grundannahme: Kultur kann weit mehr sein als reine Freizeitgestaltung. Daraus folgte die zentrale Fragestellung: Wie wirken regelmäßige Museumsbesuche auf ältere Menschen, die wenig Sozialkontakte haben und sich Sorgen um ihre geistige Gesundheit machen?
Der Hintergrund für die Studie: Fast jede zweite Demenzerkrankung wäre vermeidbar, nämlich bis zu 45 Prozent laut Lancet Comission on dementia prevention, intervention and care. Zwei Punkte auf der Liste sind eben Bildung und Sozialkontakte – und genau da setzt die Pilotstudie an. "Wir waren auf der Suche nach Methoden, die Menschen zu einem aktiveren Lebensstil zu motivieren", sagt Stefanie Auer, klinische Psychologin mit langjähriger Erfahrung in der Demenzforschung und Leiterin des Departments an der Donau-Universität Krems. "Demenz ist ja nicht einfach eine Erkrankung des Alters. Sie entwickelt sich über den gesamten Lebensverlauf. Und wir können das eigene Risiko erheblich beeinflussen."
Mittlerweile ist dieses Wissen auch bei vielen Menschen angekommen – doch Wissen allein verändert nur in den seltensten Fällen eingefahrene Verhaltensmuster. Hier sind kreative Ansätze gefragt und genau da kommt das Museum ins Spiel: Museen könnten Orte werden, an denen Menschen nicht nur Kunst erleben, sondern aktiv etwas für ihre Hirngesundheit tun.
Dieses Konzept gibt es bereits, in d
📌 Kaynak
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