"House of the Dragon", Staffel 3, Folge 2: Hauptsache kopflos!

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"House of the Dragon", Staffel 3, Folge 2: Hauptsache kopflos!

Einige Menschen (und ein Löwe) verlieren den Kopf. Und wir erhalten erste konkrete Einblicke in die Physik des Feuerspeiens, zu sehen auf HBO Max und Sky

Einige Menschen (und ein Löwe) verlieren den Kopf. Und wir erhalten erste konkrete Einblicke in die Physik des Feuerspeiens, zu sehen auf HBO Max und Sky

Im Gastblog interpretiert der Psychotherapeut und Psychoanalytiker Timo Storck die zweite Folge der dritten Staffel der Prequel-Serie zu "Game of Thrones". Achtung: Spoiler!

Geht es nur mir so oder entwickelt sich House of the Dragon immer mehr zu einem Manowar-Song? Was ja nicht unbedingt ein Kompliment ist. Vielleicht hat das aber auch nur damit zu tun, dass in der Sequenz mit dem Live Action Role Play nach der siegreichen Schlacht in den Riverlands gesungen wird, wie es sich für das Mittelalter gehört. Aber der Manowar-Vibe hat natürlich auch damit zu tun, dass auch ansonsten die wesentlichen Elemente gegeben sind: Thronraum, Könige und Königinnen, Prophezeiungen, Schlachten, Whirlwinds of fire und – natürlich: Enthauptungen.

Aber dazu später mehr. Viel mehr. Vorerst ist zu sagen, dass wir einige wirklich schöne Drachenaufnahmen zu sehen bekommen. Wie Vhagar im Dunkeln auf Harrenhal landet, das ist schon eindrucksvoll. Es zeigt nicht nur ihre Größe, sondern gibt uns auch einen bislang so nicht gesehenen Einblick darin, wo und wie das Feuer eigentlich aus dem Drachen kommt (keine Metapher). Ähnlich, um es fränkisch auszudrücken, bedrachtenswert: Wie Rhaenyra, Daemon, Ulf und Hugh auf ihren Drachen über King’s Landing kreisen, um dann die Red Keep einzunehmen. Selten sehen wir die Drachen ja in langsamen und hellen Einstellungen, das hätte natürlich auch schiefgehen können. Tut es hier aber nicht.

Ansonsten in puncto Drachen noch erwähnenswert. Rhaena trifft im Vale ein und bittet um Obdach. So sehr man auch die Bedürftigen mit offenen Armen empfangen soll: Ist es von der Chefin des Vale (ich kenne ihren Namen nicht; tut es sonst jemand hier?) der klügste Move, einen Drachen mit dem Namen Sheepstealer(!) auf ihren Wiesen und Weiden leben zu lassen? Wäre das nicht ein bisschen so, als würde eine Gruppe Siedler-Schafe eine Stadt gründen und sie "Wolfsburg" nennen? Denkt sie vielleicht, der Name ist nur im übertragenden Sinn gemeint!?

Natürlich erfahren wir auch, wo Otto die ganze Zeit über gewesen ist. Meinem Eindruck nach wird das etwas zu lange in vermeintlicher Spannung gehalten. Als klar ist, dass Larys im Falle von dessen Rückkehr eine Überraschung für Daemon in den Kerkern versteckt hat („Ein‘ hab ich noch, ein‘ hab ich noch!“), denkt man sich doch recht schnell: Otto. Dann muss man noch Daemon in die Zelle hinein lachen und Otto den Gang in den Thronraum gehen sehen, bis sein Gesicht gezeigt

📌 Kaynak

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