Tankrabatt: Spritpreise steigen kurz vor Ende des Tankrabatts deutlich
Der Tankrabatt endet am Mittwoch. Doch schon zuvor sind die Preise an den Zapfsäulen deutlich gestiegen – anders als der Rohölpreis.
Tankstellenpreise steigen kurz vor Ende des staatlichen Tankrabatts deutlich an, Diesel um 24 Cent und E10 um 20,3 Cent pro Liter. Trotz sinkendem Rohölpreis kritisiert der ADAC die Preiserhöhungen als ungerechtfertigt. Das Bundeskartellamt warnt die Mineralölbranche vor überhöhten Preisaufschlägen und bemängelt, dass der Tankrabatt nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben wurde. Studien zeigen uneinheitliche Ergebnisse zur Weitergabe des Rabatts, während Branchenverbände bereits eine umgekehrte Reaktion auf die bevorstehende Steuererhöhung ankündigen.
Kurz vor Ende des staatlichen Tankrabatts sind die Preise an den Tankstellen deutlich gestiegen. Zur Mittagszeit stiegen die Preise von Diesel im bundesweiten Durchschnitt um 24 Cent pro Liter und bei E10 um 20,3 Cent, wie der ADAC mitteilt. Das ist nur etwas weniger als die bisherigen Rekordsprünge. Nach dem Mittagssprung, um 12.15 Uhr, war E10 damit um 3,3 Cent teurer als zur selben Zeit am Montag, Diesel um 3,5 Cent.
Die Spritpreise waren schon in den vergangenen Tagen gestiegen. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Montags kostete Super E10 pro Liter 1,861 Euro. Das waren 1,6 Cent mehr als am Sonntag. Diesel zog sogar um 1,9 Cent auf 1,784 Euro pro Liter an. Für beide Kraftstoffe war es der sechste Anstieg in Folge. Seit vergangenem Dienstag ist E10 um 4,4 Cent teurer geworden, Diesel um 5,3 Cent pro Liter. Dabei hat der Rohölpreis im selben Zeitraum nachgegeben.
»Der aktuelle Anstieg der Kraftstoffpreise ist aus Sicht des ADAC nicht gerechtfertigt«, kritisierte der Verkehrsclub. »Der Rohölpreis steigt aktuell nicht.« Daher bestätige sich die Vermutung des ADAC, dass die Mineralölkonzerne bereits vor dem Ende des Tankrabatts die bevorstehende Steuererhöhung einpreisten.
Der Tankrabatt gilt seit Anfang Mai. Für ihn wurden die Steuern auf Benzin und Diesel um 16,7 Cent pro Liter gesenkt. Die Tankstellen sind nicht verpflichtet, dies weiterzugeben. Wegen der ebenfalls beschlossenen 12-Uhr-Regel dürfen Tankstellen ihre Preise nur mittags erhöhen. Der Tankrabatt läuft zwar um Mitternacht aus, er gilt aber nur für ab dann an die Tankstellen geliefertes Benzin. Um Mitternacht können die Preise also nicht steigen.
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Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, warnte die Mineralölbranche vor unverhältnismäßig hohen Preisaufschlägen. »Unternehmen dürfen die Situation nicht dazu nutzen, Preiserhöhungen vorzunehmen, die sich sachlich nicht rechtfertigen lassen«, sagte er. »Entsprechenden Hinweisen werden wir konsequent
📌 Kaynak
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