Neue Details zur Gewalttat in Stade bekannt

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Neue Details zur Gewalttat in Stade bekannt

Nach den Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade mit sechs Toten ist die Trauer in der Stadt groß. Nach und nach werden weitere Details zu den Hintergründen der Tat und der Vorgeschichte des mutmaßlichen Täters bekannt.[ mehr ]

Nach den Schüssen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade mit sechs Toten herrscht Fassungslosigkeit. Nach und nach werden weitere Details zu den Hintergründen bekannt.

Der mutmaßliche Täter kommt aus der Region Hannover und hatte in der Einrichtung einen Termin mit Mitarbeitenden des Jugendamtes der Region Hannover und der Einrichtung. Dabei ging es nach NDR Informationen um das Sorgerecht für seine drei Monate alte Tochter, die zusammen mit der Mutter in der Stader Einrichtung untergebracht war. Bei diesem Gespräch am Montag soll der 45-Jährige dann mit einer Pistole auf die Mitarbeitenden geschossen haben. Vier Frauen und ein Mann starben noch vor Ort, ein weiterer Mann wenige Stunden später im Krankenhaus. Die Mutter und die gemeinsame Tochter wurden nicht verletzt. Der Tatverdächtige konnte auf der Flucht gestoppt werden und wurde festgenommen. Über einen Haftbefehl soll noch heute entschieden werden.

Nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung" (SZ), NDR und WDR war der zu dem Zeitpunkt etwa fünf Wochen alte Säugling von den Eltern als Notfall in eine Klinik in Hannover gebracht worden. Dort soll ein behandelnder Arzt den Verdacht geäußert habe, das Kind leide unter den Folgen eines Schütteltraumas, einer potenziell lebensgefährlichen Hirnverletzung, die durch gewaltsames Schütteln des Babys entstehen kann. Dem sollen die Eltern widersprochen haben. Im Zuge der mehrwöchigen Behandlung des Kindes soll es unterschiedliche Auffassungen zwischen Eltern und Ärzten gegeben haben. So soll der Vater des Kindes, der spätere mutmaßliche Todesschütze, die Polizei zur Verhinderung einer Notoperation eingeschaltet haben. Ärzte der Klinik wiederum, das bestätigte die Staatsanwaltschaft Hannover auf Anfrage von SZ, NDR und WDR, haben ihrerseits bei der Polizei Anzeige gegen den Vater des Kindes erstattet, weil sie sich unter anderem durch sein aggressives Verhalten bedroht gefühlt hätten. Das war den Recherchen zufolge am 22. April.

Weder die Eltern des Kindes noch deren Rechtsbeistände waren für eine Stellungnahme zu erreichen, oder sie antworteten bis zum Erscheinen dieses Artikels nicht. Das beteiligte Jugendamt verweist auf die laufenden Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft, die Klinik beruft sich auf die ärztliche Schweigepflicht, den Datenschutz und das Persönlichkeitsrecht. Nach der Entlassung aus der Klinik in Hannover am 15. Mai soll den Informationen zufolge das Jugendamt die Inobhutnahme des wenige Wochen alten Mädchens eingeleitet haben, das zunächst von beiden Elternteilen gegen deren Widerspruch getrennt worden sei. Ein Familiengeric

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