Microsofts europäische Steuerstrategie: Warum Irland Milliarden erhält und Deutschland fast leer ausgeht.
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Milliarden fließen nach Irland, Deutschland bekommt nur ein kleines Stück vom Steuerkuchen. Was steckt hinter Microsofts Steuerstrategie in Europa?
Microsoft zahlt in der EU vor allem in einem Land Steuern. (Bild: Shutterstock/Samuel Boivin)
Der Technologiekonzern Microsoft hat im vergangenen Jahr 6,3 Milliarden US-Dollar in der Europäischen Union an Körperschaftsteuern gezahlt. Das geht aus dem erstmals veröffentlichten Public Country-by-Country Report für das Geschäftsjahr 2025 (bis 30. Juni) hervor, der der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt. Auffällig ist, dass Deutschland vergleichsweise wenig von den umgerechnet etwa 5,53 Milliarden Euro abbekommt.
Obwohl die Bundesrepublik zu den größten Standorten von Microsoft in Europa gehört, zahlte der Tech-Konzern hierzulande nur Ertragsteuern in Höhe von 174,2 Millionen Dollar (153 Mio. Euro). Der Löwenanteil von 5,6 Milliarden Dollar kam dem Fiskus in Irland zugute. In Dublin befindet sich auch die Europazentrale von Microsoft.
Weltweit summierten sich dem Report zufolge die vom Unternehmen entrichteten Körperschaftsteuern im selben Zeitraum auf 28,7 Milliarden Dollar, womit Microsoft unter den großen US-Tech-Konzernen den zweiten Platz belegt – hinter Apple mit 29,7 Milliarden Dollar. Dazu kämen weitere Abgaben wie Lohn-, Mehrwert- oder Grundsteuern.
Mit der Offenlegung der Zahlen kommt der Tech-Gigant den neuen EU-Transparenzrichtlinien nach. Der Bericht schlüsselt detailliert auf, in welchen Ländern das Unternehmen Umsätze generiert, Gewinne verbucht und wie viel Ertragsteuern tatsächlich an die jeweiligen Finanzämter fließen.
Microsoft betont als Leitprinzip seiner Steuerstruktur, dass Abgaben dort entrichtet werden, wo Mitarbeiter tätig sind, Investitionen getätigt werden sowie Funktionen, Vermögenswerte und Risiken verortet sind. Irland sei der wichtigste operative und finanzielle Knotenpunkt für das Unternehmen in Europa.
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