Ferien verschieben verschiebt nur die Probleme
Es braucht auch in der Schule echte Lösungen und nicht nur Scheindebatten, die von einer falschen Entwicklung ablenken
Es braucht auch in der Schule echte Lösungen und nicht nur Scheindebatten, die von einer falschen Entwicklung ablenken
Die Situation in den Schulen ist tatsächlich unerträglich. Die Lehrerinnen und Lehrer wissen kaum noch, wie sie damit umgehen sollen: In den Klassen hat es Temperaturen jenseits der 30 Grad, es gibt kaum Möglichkeiten, zu kühlen. An einen vernünftigen Unterricht ist nicht zu denken, das hält kein Mensch aus. Die Politik gibt vor, dafür eine Lösung zu haben: Verschieben wir doch die Sommerferien nach vorne und entlassen wir die Kinder schon im Juni in die dann private Hitze.
Das ist keine Lösung des Problems, das verschiebt es nur: vom Juni in den August, von der Schule zu den Eltern. Im August ist es oft genauso heiß wie im Juni, die Gebäude heizen sich auf, in den Klassenräumen ist Ausnahmezustand. Auch die Eltern befinden sich in ebendiesem.
Die Schulerhalter müssen ihrer Verantwortung nachkommen und die Gebäude adaptieren, nachrüsten, umbauen oder neu bauen. Keine Glasfronten mehr, die sich aufheizen, keine Betonwüsten, sondern Bäume und Grünflächen, Außenmarkisen und mehr Schattenspender. Dort, wo es notwendig ist, muss es Klimaanlagen geben. Dazu gehören Photovoltaikanlagen auf den Dächern, um den Energieverbrauch abzudecken.
Es ist verwunderlich, dass das nicht schon längst in die Wege geleitet wurde. Aber wir diskutieren auch über neue Straßenprojekte und den Lobautunnel, anstatt klimaschädliche Maßnahmen abzustellen. Die Politik soll sich endlich ihrer Verantwortung stellen, anstatt mit Scheindebatten das Problem zu negieren und die Öffentlichkeit für dumm zu verkaufen. (Michael Völker, 30.6.2026)
📌 Kaynak
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