Großbritanniens Streitkräfte sollen nun doch aufgerüstet werden
Mit einjähriger Verzögerung stellt die Regierung von Noch-Premier Keir Starmer einen Plan für zusätzliche Verteidigungsausgaben vor. Drohnen sollen im Mittelpunkt stehen
Mit einjähriger Verzögerung stellt die Regierung von Noch-Premier Keir Starmer einen Plan für zusätzliche Verteidigungsausgaben vor. Drohnen sollen im Mittelpunkt stehen
Großbritannien stellt die Drohnenproduktion in den Mittelpunkt künftiger Rüstungsbeschaffung. Allein ein Drittel der zusätzlichen Finanzspritze von umgerechnet rund 17,4 Milliarden Euro soll bis 2030 in unbemannte Fahrzeuge, Boote und Flugkörper investiert werden. Die neuen Ausgaben kommen "einem Generationensprung für unsere Streitkräfte" gleich, sagte Premier Keir Starmer am Dienstag.
Demonstrativ war der scheidende Labour-Regierungschef nach Maidenhead westlich von London gereist, wo die Drohnenfirma Malloy Aeronautics ihren Sitz hat. Diese Technik habe die Konflikte in der Ukraine sowie im Nahen Osten fundamental verändert, erläuterte Starmer. Alle Waffengattungen sollen von der Fokussierung profitieren, nicht zuletzt die Royal Navy, deren Minensuch-System schon jetzt auf unbemannten Booten ober- und unterhalb der Wasseroberfläche beruht. Dafür muss die Marine auf die geplante Modernisierung ihrer Zerstörer-Flotte (Typ 83) sowie auf fünf Fregatten vom Typ 32 verzichten.
Ausdrücklich wies Starmer auf die mit Japan und Italien entwickelten Pläne für das neue Kampfflugzeug Tempest hin. Im Rahmen des GCAP-Programms waren von vornherein Drohnenschwärme zur Unterstützung des weiterhin bemannten Jets vorgesehen. Zusätzlich soll nun der seit 30 Jahren im Einsatz befindliche Eurofigher Typhoon Unterstützung durch unbemannte Begleitflugzeuge erhalten.
Bei der Vorstellung des längst überfälligen Verteidigungsinvestitionsplans (DIP) demonstrierte die Regierung Geschlossenheit. Vor Starmer sprachen sowohl Schatzkanzlerin Rachel Reeves als auch Verteidigungsminister Daniel Jarvis. Dessen hoch angesehener Vorgänger John Healey war erst vor drei Wochen nach monatelangem Streit ums Geld zurückgetreten. "Sie sind unfähig und das Schatzkanzleramt ist unwillig dazu, die nötigen Ausgaben bereitzustellen", kanzelte er in seinem Rücktrittsschreiben den Regierungschef ab. Dadurch gerate "die Sicherheit des Landes in Gefahr".
DIP basiert auf dem vor Jahresfrist veröffentlichten Strategischen Verteidigungsplan SDR. Dessen zentrale Empfehlung bestand aus der Einführung einer innovativen "High-Low"-Waffenmischung à la Ukraine. Einer der SDR-Autoren, Ex-General Richard Barrons, äußerte sich am Dienstag in der BBC "sehr enttäuscht" über die lange Verzögerung und pochte auf erheblich größere Anstrengungen. Das Königreich sei innerhalb der Nato bisher Vorreiter gewesen, zuletzt aber in die Mitte der Ausgaben-R
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