Raketenabwehrsystem "Arrow" wird in Kaufbeuren stationiert

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Raketenabwehrsystem "Arrow" wird in Kaufbeuren stationiert

Mit dem Raketenabwehrsystem "Arrow" will die Bundeswehr eine Lücke in der Luftverteidigung schließen. Kaufbeuren wird ein weiterer Standort werden. Warum setzt die Bundeswehr auf "Arrow"? Von Stephan Lina. [ mehr ]

Mit dem Raketenabwehrsystem "Arrow" will die Bundeswehr eine Lücke in der Luftverteidigung schließen. Kaufbeuren wird ein weiterer Standort werden. Warum setzt die Bundeswehr auf "Arrow"?

Das Raketenabwehrsystem "Arrow" gehört zu den größten Investitionen der Bundeswehr in den kommenden Jahren. Für mehr als drei Milliarden Euro kauft die Bundesrepublik insgesamt drei der israelisch-amerikanischen Systeme, die feindliche Raketen in großer Höhe abfangen sollen. Seit Ende des vergangenen Jahres werden sie schrittweise stationiert und in Betrieb genommen.

Jetzt hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bei einem Besuch vor Ort bestätigt, dass eines der Systeme in Kaufbeuren stationiert wird. Söder sprach von einem erheblichen Gewinn an Sicherheit für Bayern, Deutschland und Europa.

Für die Bundeswehr spielt die bayerische Landesregierung bei der Stationierung in Kaufbeuren eine entscheidende Rolle. Denn die hochsensible Radaranlage soll nicht auf dem bestehenden Kasernengelände gebaut werden, sondern auf einem höher gelegenen Stück Land, das bisher im Besitz des Freistaats Bayern ist.

Gelände der Luftwaffe am Fliegerhorst Kaufbeuren. Hier in der Nähe soll die Raketenabwehr stationiert werden.

Mit "Arrow" will die Bundeswehr eine Lücke in der Luftverteidigung schließen. Das System soll nämlich sehr hoch anfliegende Mittel- und Langstreckenraketen frühzeitig erfassen, identifizieren und dann in einer Höhe von 100 Kilometern abfangen, also am Rand des Weltraums.

Damit ist die Reichweite der Abwehrraketen vom Typ "Arrow 3" deutlich größer als bei anderen bodengestützten Systemen wie "Patriot" oder "Iris-T SLM" des bayerischen Herstellers Diehl. Ursprünglich hatte der Hersteller Israel Aerospace Industries (IAI) "Arrow" gemeinsam mit Boeing entwickelt, um Israel vor iranischen Raketen zu schützen.

Deutschland bestellte das System im September 2023 als Reaktion auf Drohgebärden Moskaus im Zuge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sagte damals, "Arrow" werde "die deutsche Luftverteidigung zukunftsfähig aufstellen".Das System soll in den NATO-Schutzschirm über Europa integriert werden und könne auch Teil der sogenannten European Sky Shield Initiative (ESSI) werden. Diese soll in den kommenden Jahren die Luftverteidigung von inzwischen 18 europäischen Partnerländen modernisieren und vereinheitlichen.

"Arrow 3" kann weitreichende Raketen außerhalb der Erdatmosphäre durch einen direkten Treffer zerstören. mehr

Bei einer Zeremonie am Fliegerhorst Holzdorf an der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen-Anh

#war

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