DFB-Liveblog: "Warum explodiert denn hier keiner?" - Leere nach dem WM-Aus

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DFB-Liveblog: "Warum explodiert denn hier keiner?" - Leere nach dem WM-Aus

Sportschau-Reporter Alex Schlüter berichtet am Tag nach dem WM-Aus über die Stimmungslage beim DFB-Team in Winston-Salem. Alle aktuellen Entwicklungen im Liveblog.[ mehr ]

Am Tag nach dem DFB-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay verlassen die Spieler das WM-Quartier in Winston-Salem. Sportschau-Reporter Alexander Schlüter berichtet vor Ort über Eindrücke, die er in den letzten Tage gemacht hat.

"Es kam nur einer, dem man die Wut sofort angesehen hat - das war Joshua Kimmich", sagt Schlüter über die Emotionen bei den Spielern unmittelbar nach der Niederlage: "Ansonsten war da sehr viel Leere, aber auch nicht viel mehr. Ich habe da gestanden, und habe mich gefragt: Wieso explodiert denn hier keiner? Tränen, Wut, Schreien - das war nicht da."

Beim Bundestrainer hat Schlüter eine große Anspannung ausmachen können: "Julian Nagelsmann war anders, als ich ihn aus der Bayern-Zeit kannte. Er ist ja ein Mann mit rhetorischen Fähigkeiten, der gerne spricht. Hier hatte man aber immer den Eindruck, dass das für ihn ein abarbeiten war." Nagelsmann habe wenig gelächelt und habe "wenige Dinge mit einem Lächeln wegmoderiert."

Nach dem vorzeitigen WM-K.o. der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay beginnt beim DFB die Aufarbeitung. Verbandspräsident Bernd Neuendorf lässt die Zukunft von Bundestrainer Julian Nagelsmann offen. "Wir können und wollen nach einem derartigen Tiefschlag mit Blick auf die anstehenden Aufgaben nicht einfach zur Tagesordnung übergehen", sagte Neuendorf nach der Rückkehr des DFB-Teams ins WM-Quartier in Winston-Salem.

Nach einer letzten kurzen Nacht im WM-Camp in Winston-Salem laufen beim DFB die Vorbereitungen auf die Heimreise. Am heutigen Vormittag (Ortszeit) sollte es noch ein Abschlussmeeting der Nationalspieler und des Stabes ums Team im Teamhotel "The Graylyn Estate" geben.

Eine geschlossene Abreise aus North Carolina wird es im Anschluss nicht geben. Die Akteure um Kapitän Joshua Kimmich sollen im Laufe des Tages individuell ihre Heimreise antreten.

Der DFB verpasst durch das überraschend frühe Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2026 viel Geld. Für das Erreichen der ersten K.-o.-Runde erhält der DFB vom Weltverband FIFA 11 Millionen US-Dollar. Das Achtelfinale hätte vier weitere Millionen Dollar gebracht, nochmal vier wären für das Viertelfinale drauf gekommen. Der künftige Weltmeister wird mit 50 Millionen US-Dollar Prämie finanziell entlohnt, für den unterlegenen Finalisten gibt es 33 Millionen.

Schon vor dem Turnierstart hatte sich die finanzielle Herausforderung für die Verbände abgezeichnet. DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig hatte schon vor dem Beginn gesagt, dass es für eine europäische Nation ohne Halbfinaleinzug schwer werde, "wirtschaftlich schwarze Za

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📌 Kaynak

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