Erneut fremdenfeindliche Proteste in Südafrika

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Erneut fremdenfeindliche Proteste in Südafrika

In vielen Regionen Südafrikas haben Tausende Menschen gegen illegale Migration demonstriert. Menschenrechtsorganisationen warnen vor fremdenfeindlichen und rechtswidrigen Entwicklungen. Viele haben Angst. Von Stephan Ueberbach. [ mehr ]

In vielen Regionen Südafrikas haben Tausende Menschen gegen illegale Migration demonstriert. Menschenrechtsorganisationen warnen vor fremdenfeindlichen und rechtswidrigen Entwicklungen. Viele haben Angst.

Ein aufgebrachter Mob geht mit Knüppeln von Haus zu Haus, will Papiere sehen. Wer fremd wirkt oder keine Dokumente zeigen kann, wird aufgefordert, zu packen und zu verschwinden. Polizeibeamte und private Sicherheitskräfte versuchen, die Betroffenen vor ihren Nachbarn zu schützen. Genau das hatten viele Menschen in Südafrika befürchtet - und es ist eingetreten, trotz Großaufgebots der Polizei.

Szenen wie diese aus einem Armenviertel in Germiston bei Johannesburg wurden auch aus anderen Regionen gemeldet, von ersten Verletzten war die Rede. Offenbar fühlten sich zahlreiche Menschen durch die fremdenfeindlichen Proteste der vergangenen Wochen ermutigt, das Recht in die eigene Hand zu nehmen - und das Ultimatum der selbsternannten Bürgerbewegungen wie "March and March" oder "Operation Dudula" umzusetzen.

Diese verkünden seit Tagen, dass Ausländer ohne gültige Papiere das Land spätestens Dienstag verlassen müssen. Auch die, die in Südafrika um Asyl gebeten hatten.

Jacinda Ngobese-Zuma, die Anführerin von "March and March" sagte: "Diese Leute sind gekommen, weil sie in ihren Heimatländern um ihr Leben fürchten. Jetzt haben sie hier Angst um ihr Leben. Was hindert sie daran, ins nächste Land zu gehen? Warum kämpfen sie darum, in Südafrika zu bleiben? Wenn du Migrant bist und um dein Leben fürchtest, dann ist jetzt die beste Zeit, nach Hause zu gehen."

Bei den großen Demonstrationen in Kapstadt, Pretoria oder Johannesburg blieb es vergleichsweise ruhig. Nur vereinzelt wurde von versuchten Plünderungen, brennenden Mülltonnen und Rangeleien mit der Polizei berichtet. Sanele Khambule, einer der Organisatoren der Proteste in der Hafenstadt Durban sagte, der Protest richte sich nicht nur gegen die illegale Einwanderung, sondern auch gegen "die Straftaten, die von illegalen Einwanderern begangen werden, sowie gegen die Belastung der Infrastruktur und des staatlichen Gesundheitssystems".

In Südafrika gehen seit Wochen fremdenfeindliche Gruppen auf die Straße. mehr

Einige ihrer Ziele haben die Initiativen mit ihren öffentlichkeitswirksamen Aktionen schon erreicht. Aus Angst vor Repressalien sind Zehntausende Zuwanderer ohne gültige Papiere bereits ausgereist. Vor den Botschaften und Konsulaten ihrer Herkunftsländer in Kapstadt, Johannesburg oder Pretoria warteten mindestens genauso viele Menschen noch darauf, in ihre Heimat zurückgebracht zu werden - nach Simbab

#war

📌 Kaynak

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