Stade: Tat in Stade ging offenbar Streit mit Jugendamt und Klinik voraus

📰 Gündem 📰 Germany 🕐 1 saat önce
Stade: Tat in Stade ging offenbar Streit mit Jugendamt und Klinik voraus

Der mutmaßliche Täter von Stade soll Ärzte einer Klinik bedroht haben. Dort warf man ihm wohl vor, sein Baby geschüttelt zu haben. Das Jugendamt habe eingegriffen.

Haftbefehl gegen Tatverdächtigen nach sechsfachem Mord in Stade erlassen. Der 45-Jährige soll sechs Menschen erschossen haben, darunter Mitarbeiter der Einrichtung und des Jugendamts Hannover. Vor der Tat gab es juristische Auseinandersetzungen des Verdächtigen mit einer Klinik. Eltern des Verdächtigen sollen wegen Misshandlung ihres Säuglings ermittelt werden. Ministerpräsident Lies äußerte sich bei einer Trauerandacht in Stade bestürzt über die Tragödie und betonte, dass das Böse niemals siegen dürfe.

Nach den tödlichen Schüssen in Stade hat das Amtsgericht Haftbefehl gegen den 45 Jahre alten Tatverdächtigen erlassen. Die Staatsanwaltschaft bewerte die Taten aufgrund des Vorliegens von Mordmerkmalen, insbesondere Heimtücke und niederen Beweggründen, als sechsfachen Mord, hieß es in einer Mitteilung. Der Verdächtige soll am Montag sechs Menschen in der Einrichtung erschossen haben, darunter Mitarbeiter der Einrichtung und des Jugendamts Hannover.

Der mutmaßliche Schütze, dessen Tochter gemeinsam mit der Mutter in der Einrichtung untergebracht war, soll in den Monaten vor der Tat juristische Auseinandersetzungen unter anderem mit einer Klinik gehabt haben. Das berichten Süddeutsche Zeitung (SZ), NDR und WDR.

SZ, NDR und WDR berichteten, die Eltern hätten ihren etwa fünf Wochen alten Säugling vor Wochen als Notfall in eine Klinik in Hannover gebracht, wo ein Arzt den Verdacht eines Schütteltraumas und einer Hirnverletzung geäußert habe. Die Staatsanwaltschaft Hannover bestätigte demnach, gegen beide Eltern wegen des Verdachts auf Misshandlung von Schutzbefohlenen zu ermitteln. Auch der Spiegel hatte bereits berichtet, dass der Vater das Kind einem Arzt zufolge geschüttelt haben soll.

Die Eltern hätten dem Verdacht des Arztes widersprochen. Laut SZ, NDR und WDR schalteten die Eltern die Polizei dann gegen die Klinik ein, um eine Notoperation zu verhindern. Die Klinik wiederum habe Anzeige wegen Bedrohung gegen den Vater erstattet.

Die Polizei hatte am Montag mitgeteilt, dass die Tat im Kontext eines Sorgerechtsstreits stehe. Am Amtsgericht Neustadt am Rübenberge soll es bereits zwei Entscheidungen in einem Sorgerechtsstreit gegeben haben. Nach Informationen von NDR und WDR wurde das Kind vom Jugendamt aus der Familie genommen und durfte unter Auflagen wieder zu seiner Mutter, nicht jedoch an den Wohnort der Eltern in Hannover zurück. So kamen Mutter und Kind in die Einrichtung in Stade.

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Der 45-jährige Vater war Polizeiangaben zufolge am Montag zu einem Gesprächstermin mit Mita

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