News: Péter Magyar, Friedrich Merz, Donald Trump, Benjamin Netanyahu, Libanon, Dario Amodei, Anthropic
Der ungarische Premier Péter Magyar besucht Friedrich Merz. Donald Trump versucht, die Irangespräche am Laufen zu halten. Anthropic plant einen der größten Börsengänge der Geschichte. Das ist die Lage am Dienstagmorgen.
Heute geht es um den Besuch des ungarischen Premiers in Berlin, um Donald Trumps Bemühungen, die Irangespräche am Laufen zu halten. Und um einen der größten Börsengänge der Geschichte.
Es ist der Antrittsbesuch eines Hoffnungsträgers: Heute empfängt Bundeskanzler Friedrich Merz mit militärischen Ehren den Mann, der Viktor Orbán nach 16 Jahren aus dem Amt fegte (mehr hier ). Péter Magyar hat Ungarn binnen Wochen vom Putin-Alliierten wieder zu einem europäischen Partner gemacht. Er machte Orbáns Austritt aus dem Internationalen Strafgerichtshof rückgängig. Er brachte eine Amtszeitbegrenzung auf den Weg – und lässt die mutmaßliche Korruption der Orbán-Jahre untersuchen (mehr dazu hier ).
Vergangene Woche kündigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einen Deal an: Brüssel wird mehr als 16 Milliarden Euro eingefrorener EU-Gelder freigeben, die wegen Orbáns Aushöhlung des Rechtsstaats blockiert worden waren – sofern Ungarn Reformen umsetzt (mehr dazu hier). Magyar sprach von einem »historischen Tag«. Der Kontrast zur Orbán-Ära, in der Ungarn Brüssels Gegenspieler war, ist groß.
Doch beim Thema, das Merz heute am meisten interessiert, wird es kompliziert: der Ukraine. Hier bremst auch Magyar. Den Start der EU-Beitrittsgespräche will er erst freigeben, wenn die ungarische Minderheit in der Ukraine besseren Schutz für ihre Schulen und ihre Sprache bekommt. Und er bleibt dabei, dass Ungarn weiterhin keine Waffen liefern werde – wofür ihn prompt der Kreml lobte.
Das ist die eigentliche Lektion dieses Besuchs. Mit Orbán verschwand Putins lautester Fürsprecher aus dem Europäischen Rat, und das ist eine echte Zäsur. Aber Ungarn bleibt zögerlich, was die Ukraine angeht. Für Merz, der im Juni den Start des ersten Verhandlungskapitels mit Kyjiw über die Bühne bringen will, heißt das: Budapest bleibt ein schwieriger Partner. Es wird sich zeigen, ob Magyars Zustimmung zu bekommen ist. Und wie teuer sie wird.
Mehr Hintergründe hier: Ungarn hofft nun auf den guten Populisten
»You're fucking crazy« – mit diesen Worten soll US-Präsident Donald Trump den israelischen Premier Benjamin Netanyahu am Montag zusammengestaucht haben, berichtet der gut vernetzte »Axios«-Reporter Barak Ravid. Demnach hielt Trump Netanyahu vor, ohne ihn säße er »im Gefängnis« und warf ihm Undankbarkeit vor: »Alle hassen Israel jetzt deinetwegen.« Der Grund für die Wut war offenbar Trumps Sorge, Netanyahus Eskalation im Libanon sprenge seine Verhandlungen mit Iran (mehr zum Konflikt Trump-Netanyahu hier ).
Stau in Beirut nach Israels Ankündigung von Angriffen im Viertel Dahiyeh
Wie dramat
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