Prokrastination: Hausaufgaben? Mach ich später...
Prokrastination fühlt sich nie gut an. Der Psychologe Herbert Scheithauer erklärt, warum Eltern ihren Kindern früh helfen sollten, das ständige Aufschieben zu überwinden.
Prokrastination ist ein weit verbreitetes Phänomen, das nicht nur Kinder betrifft, die ihre Hausaufgaben aufschieben. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Menschen, die in jungen Jahren dazu neigen, Aufgaben vor sich herzuschieben, dies auch als Erwachsene tun. Die Gründe dafür liegen in Persönlichkeitsmerkmalen, Selbstregulationsdefiziten und situativen Faktoren. Prokrastination kann ernsthafte Folgen wie Stress, Schuldgefühle und sogar Depressionen haben. Um dem entgegenzuwirken, sollten Kinder früh lernen, sich selbst zu organisieren und klare Ziele zu setzen. Eltern können dabei helfen, indem sie klare Strukturen schaffen und ihre Kinder bei der Planung und Umsetzung unterstützen.
Einmal Aufschieberitis, immer Aufschieberitis? Eine aktuelle Studie zeigt, dass Prokrastination mit zunehmendem Alter zwar abnimmt, das Ausgangsniveau aber entscheidend bleibt. Wenn ein Jugendlicher dazu neigt, Schulaufgaben vor sich herzuschieben, wird er auch als Erwachsener noch Aufgaben nicht flott erledigen. Der Entwicklungspsychologe Herbert Scheithauer erklärt in unserer Serie »Familienrat«, wie Eltern ihren Kindern aus der Vermeidungsfalle helfen können.
ZEIT: Herr Scheithauer, wir haben den Termin für dieses Interview dreimal verschoben. Prokrastination kennen nicht nur Kinder, die die Hausaufgaben auf den letzten Drücker erledigen, oder?
📌 Kaynak
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