Festivals 2026: Die fetten Jahre sind vorbei

📌 Diğer 📰 Tagesschau 🕐 2 gün önce
Festivals 2026: Die fetten Jahre sind vorbei

Volle Felder am Nürburgring, leere Kassen anderswo: Der Festivalsommer 2026 zeigt, wie sich die Branche zwischen Boom und Strukturkrise neu erfinden muss. V on Samira Straub. [ mehr ]

Volle Felder am Nürburgring, leere Kassen anderswo: Der Festivalsommer 2026 zeigt, wie sich die Branche zwischen Boom und Strukturkrise neu erfinden muss.

Am ersten Juniwochenende läuten Rock am Ring und Rock im Park traditionell den Festivalsommer ein. In diesem Jahr beginnt die Open-Air-Saison in Deutschland mit einem Rekordsignal: Rund 90.000 Menschen werden am Nürburgring erwartet. Auch das Schwesterfestival in Nürnberg meldete frühzeitig ausverkauft, so früh wie noch nie. Bands wie Linkin Park, Iron Maiden oder Limp Bizkit stehen dort exemplarisch für eine Headliner-Generation, auf die die Branche seit Jahren setzt.

Doch während einzelne Großveranstaltungen ihre Anziehungskraft behaupten, geraten andere unter Druck. Rund 1.800 Musikfestivals konkurrieren in Deutschland um ein Publikum, das nicht im gleichen Maß gewachsen ist. Selbst etablierte Veranstaltungen kämpfen mit schwierigeren Verkaufsdynamiken.

Steigende Produktionskosten: Auch für große Festivals wie Southside wird die Luft dünner.

Im vergangenen Jahr verabschiedete sich mit dem Rocco del Schlacko eines der bekanntesten Festivals in Südwestdeutschland nach 26 Jahren. Auch bei Großveranstaltungen wie dem Metal-Mekka Wacken Open Air oder den Schwesterfestivals Hurricane und Southside ist ein Ausverkauf bislang nicht in Sicht.

Die wirtschaftliche Lage beschreibt der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) als "angespannt". Die Produktionskosten seien seit der Pandemie "um rund 50 Prozent gestiegen". Ticketpreise hätten dagegen "nur um etwa 30 Prozent" erhöht werden können. Besonders drastisch sei die Entwicklung bei Künstlergagen, die sich "in Teilen sogar verdreifacht" hätten. Die Kosten steigen schneller als die Zahlungsbereitschaft des Publikums.

Neben den klassischen Mehrtagesfestivals haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr spezialisierte Formate etabliert: Boutiquefestivals, Genre-orientierte Events, urbane Festivals ohne Camping. Wer früher zwei oder drei große Festivals im Sommer besucht hat, entscheidet sich heute oft nur noch für eines, nicht zuletzt aus Kostengründen.

Ein Generationenwechsel verändert zusätzlich die Branche. Während der Pandemie fehlten jungen Zielgruppen prägende Festivalerfahrungen, die für frühere Generationen selbstverständlich waren. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an Komfort und Infrastruktur: Camping gilt vielen nicht mehr automatisch als Teil des Abenteuers, sondern als unbequem.

Mit dem eigenen Zelt zum Musikfestival? Viele Fans verlieren die Lust daran, auch wegen des oft schlechten Wetters.

Konkurrenz entsteht a

📌 Kaynak

Bu özet Tagesschau kaynağından otomatik derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.

Orijinal haberi oku →
← Tüm haberlere dön