Paritätischer Armutsbericht: In Deutschland leben so viele Menschen in Armut wie noch nie seit 2020

📌 Diğer 📰 Zeit Online 🕐 2 gün önce
Paritätischer Armutsbericht: In Deutschland leben so viele Menschen in Armut wie noch nie seit 2020

Die Armutsquote in Deutschland ist laut einem Bericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands deutlich gestiegen. Besonders betroffen sind Alleinerziehende und Ältere.

Die Armutsquote in Deutschland erreicht Höchstwert: Paritätischer Gesamtverband warnt vor weiteren Kürzungen bei Sozialleistungen. Besonders betroffen sind Alleinerziehende, junge Erwachsene und Senioren. Armutsrisiko steigt in strukturell benachteiligten Gruppen. Regionale Unterschiede zeigen sich deutlich: Bayern und Baden-Württemberg mit niedrigster Quote, Bremen und Sachsen-Anhalt am stärksten betroffen. Forderung nach sozialpolitischer Ausweitung, um Armut zu bekämpfen und Extremisten entgegenzuwirken.

Die Armutsquote in Deutschland hat einen Höchstwert erreicht. Das geht aus dem Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands hervor. Der Hauptgeschäftsführer Joachim Rock sprach von einer »krisenhaften Situation« und warnte die Bundesregierung vor Kürzungen bei Sozialleistungen. Im Deutschlandfunk sagte er, zusätzliche Einsparungen würden die Lage weiter verschärfen. Besonders besorgniserregend sei, dass die Armutsquote nun bereits im zweiten Jahr in Folge deutlich zugenommen habe.

Besonders häufig von Armut betroffen sind demnach nach wie vor Alleinerziehende sowie Menschen, die allein leben. Auch junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren und Menschen ab 65 Jahren weisen ein überdurchschnittlich hohes Armutsrisiko auf. Das grundlegende Profil der von Armut betroffenen Bevölkerungsgruppen habe sich in den vergangenen Jahren kaum verändert, heißt es im Armutsbericht.

Der Verband berief sich auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. Demnach waren im vergangenen Jahr rund 13,34 Millionen Menschen betroffen. Das entspricht 16,1 Prozent der Bevölkerung und ist der höchste Wert seit 2020. Im Vergleich zum Jahr 2023 stieg die Zahl der armutsgefährdeten Menschen um mehr als 1,2 Millionen. Der Paritätische wies darauf hin, dass die Zahlen vor und nach 2020 nur eingeschränkt vergleichbar seien, da die Datenerhebung inzwischen nach einer anderen Methode erfolge.

Als arm gilt nach der in der Europäischen Union üblichen Definition, wer in einem Haushalt lebt, dessen verfügbares Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens aller Haushalte in Deutschland beträgt. Für einen allein lebenden Menschen lag diese Armutsgrenze im Jahr 2025 bei 1.445 Euro netto im Monat. In die Berechnung fließen neben Löhnen und Gehältern auch staatliche Leistungen wie Wohngeld, Kindergeld oder andere Sozialleistungen ein.

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Der Verband sprach von einem »traurigen Rekord«. Insgesamt zeige die Entwicklung, dass Armut insbesondere dort zunehme, wo strukturelle Benachteiligungen bestünden, erläute

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