BYD übernimmt als erster Hersteller Haftung für Unfälle mit Fahrassistenz
BYD übernimmt in China ein Jahr lang alle Unfallkosten bei Nutzung seiner Fahrassistenz. Dazu kommt ein eigener 4-nm-Chip für künftiges autonomes Fahren.
BYD übernimmt in China ein Jahr lang alle Unfallkosten bei Nutzung seiner Fahrassistenz. Dazu kommt ein eigener 4-nm-Chip für künftiges autonomes Fahren.
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Der chinesische Autohersteller BYD übernimmt in China die volle finanzielle Haftung für Unfälle, die bei Nutzung seiner städtischen Fahrassistenzfunktion Urban NOA passieren. Die in der Branche bisher einzigartige Zusage gilt für ein Jahr ab Fahrzeugauslieferung oder ab dem Zeitpunkt, an dem Bestandskunden per OTA-Update auf die Version 5.0 des „God's Eye“-LiDAR-Systems aktualisieren. Gleichzeitig stellte BYD mit dem XUANJI A3 einen selbst entwickelten 4-Nanometer-Chip für die autonomen Fahrfunktionen vor, der künftig Assistenz auf Level 3- und -4 ermöglichen soll.
Wie BYD in seiner Pressemitteilung erläutert, deckt die Zusage sämtliche wirtschaftlichen Schäden ab, die bei einem rechtlich relevanten Unfall entstehen, vorausgesetzt, die Urban-NOA-Funktion war aktiv und wurde regelkonform genutzt. Konkret umfasst das Reparaturen am eigenen Fahrzeug, Sachschäden Dritter sowie Personenschäden, einschließlich medizinischer Kosten. Eine Obergrenze für die Erstattung gibt es laut BYD nicht. Kunden müssten zudem keine separate Versicherung für die Fahrassistenz abschließen, und ein Schadensfall soll die reguläre Kfz-Versicherungsprämie im Folgejahr nicht erhöhen.
Das Angebot gilt ausschließlich in China und nur für die Versionen A und B des God's-Eye-Systems. BYD spricht von einer „doppelten Garantie“. Bereits zuvor hatte der Konzern eine Haftungszusage für seine als Level 4 eingestuften Parkfunktionen gegeben. Laut Unternehmensangaben stieg die Nutzungsrate der automatischen Parkfunktion nach Einführung dieser Garantie von 21 auf 93 Prozent, ein deutlicher Hinweis darauf, wie stark Haftungstransparenz die Akzeptanz automatisierter Systeme beeinflusst.
Details zu den genauen Bedingungen bleiben allerdings vage. BYD knüpft die Zahlung an eine „regelkonforme Nutzung“ der Funktion und eine rechtliche Haftungsfeststellung. Wie die Beweisführung im Schadensfall konkret abläuft, etwa ob Fahrlogdaten des Herstellers als alleiniger Beweis gelten oder unabhängige Gutachter Zugang erhalten, wird nicht offengelegt. Technisch verfügt BYD mit mehr als 3,15 Millionen vernetzten Fahrzeugen und einer täglichen Erfassung von mehr als 200 Millionen Fahrkilometern über eine umfangreiche Datenbasis. Das God's-Eye-System protokolliert Sensorstatus, Fahrerinteraktionen und Aktivierungszustände. Ein
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