Erfindungen aus Deutschland: Tausende deutsche Patente sind in chinesischem Besitz

📌 Diğer 📰 Zeit Online 🕐 2 gün önce
Erfindungen aus Deutschland: Tausende deutsche Patente sind in chinesischem Besitz

Mehr als zehntausend deutsche Patente sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten in chinesischen Besitz gegangen. China hingegen schirmt den eigenen Markt ab.

China hat in den letzten zwei Jahrzehnten Tausende deutsche Patente übernommen, insgesamt mehr als 11.300, so eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Besonders im Maschinenbau greift China stark zu, wie am Beispiel des Augsburger Industrierobotik-Herstellers Kuka deutlich wird. Während deutsche Konzerne im Ausland ebenfalls Patente halten, nutzt China Übernahmen im Westen geostrategisch aus. Europa wird aufgefordert, genauer zu prüfen, wohin wichtige Technologien abwandern. Der Weltmarktanteil Deutschlands an transnationalen Patentanmeldungen sank aufgrund zu geringer Investitionen in Forschung und Entwicklung von 22 Prozent im Jahr 2000 auf 15 Prozent im Jahr 2022. Deutschland fiel in den globalen Investitionsranglisten zurück, während China seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung massiv erhöhte.

China hat in den vergangenen zwei ​Jahrzehnten Tausende in Deutschland entwickelte Patente übernommen. Insgesamt waren es mehr als 11.300, geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor. Um die Jahrtausendwende seien dagegen fast ​keine deutschen Patente in chinesischem Besitz ⁠gewesen.

Insgesamt gehört den Angaben nach bereits fast ​jede dritte in Deutschland entwickelte Erfindung einem ausländischen Eigentümer. Knapp ein Drittel davon entfällt auf die ‌USA, ⁠rund elf Prozent auf die Schweiz. ​

Besonders hoch ist die Patentabwanderung im Maschinenbau. Dort sei die Zahl der Patentanmeldungen von 3.300 im Jahr 2000 auf 4.300 ​im Jahr 2022 gestiegen. »Doch ausgerechnet hier greift China mit am stärksten zu«, teilte das Institut mit. Ein Beispiel sei der Augsburger Industrierobotik-Hersteller Kuka, den der chinesische Midea-Konzern 2016 übernommen hatte.

»Auch deutsche Konzerne halten im Ausland Patente. Das gehört zum normalen Wettbewerb«, sagte Oliver Koppel vom Institut der deutschen Wirtschaft. Allerdings nutze China Übernahmen im Westen geostrategisch, während der eigene Markt ⁠für ausländische Investoren durch Negativlisten, ​Sicherheitsüberprüfungen und Protektionismus weitgehend verschlossen bleibe. »Das ist ein Ungleichgewicht«, kritisierte Koppel. Europa müsse ‌genauer prüfen, wohin strategisch relevante Technologien ‌abwandern.

Zwischen 2000 und 2022 haben deutsche Erfinder der ​Studie zufolge mehr als 650.000 transnationale Patente angemeldet. Das sind Patente, die in mehreren Ländern geschützt sind und als international wichtige Innovationen gelten. Mit 189.000 gehören davon 29 Prozent ​inzwischen Eigentümern im Ausland.

Deutschlands Weltmarktanteil an transnationalen Patentanmeldungen sank demnach von 22 Pr

📌 Kaynak

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