Conquest: Netflix, ein gescheitertes Sci-Fi-Projekt und die Justiz

📌 Diğer 📰 Germany 🕐 1 saat önce
Conquest: Netflix, ein gescheitertes Sci-Fi-Projekt und die Justiz

Netflix hat 55 Millionen US-Dollar für eine Sci-Fi-Serie ausgegeben, die nie abgeschlossen wurde - und wurde Opfer eines Betrugs. Nun wurde das Strafmaß für den Betrüger verkündet. Ein Bericht von Peter Osteried ( Netflix , Disney )

Als der Streaming-Boom im Herbst 2018 seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte, befand sich Hollywood in einer Phase nahezu grenzenloser Ausgabenbereitschaft. Streamingdienste konkurrierten weltweit um Abonnenten, neue Plattformen drängten auf den Markt und Originalinhalte galten als entscheidender Faktor im Kampf um Marktanteile. In diesem Umfeld buhlten mehrere Studios und Videoplattformen um einen Regisseur, der bis dahin nur wenig bekannt war: Carl Erik Rinsch(öffnet im neuen Fenster).

Dieser Carl Erik Rinsch betrog Netflix am Ende um viele Millionen Dollar, die vereinbarte Sci-Fi-Serie Conquest kam nie zustande. Bereits im Dezember wurde Rinsch verurteilt und nun, am 30. Juni 2026, das Strafmaß verkündet – 30 Monate Haft.

Dabei hätte Netflix gewarnt sein können. Bevor der Regisseur den Vertrag mit dem Streamingdienst abschloss, hatte er nur einen Spielfilm umgesetzt, das 2013 veröffentlichte Fantasy-Action-Epos 47 Ronin mit Keanu Reeves. Der Film entwickelte sich zu einem der großen Flops des Jahres, zudem gab es während der Produktion erhebliche Auseinandersetzungen zwischen Rinsch und den Produzenten. In normalen Zeiten hätte dies ausgereicht, um größere Studios vorsichtig werden zu lassen. Doch 2018 waren keine normalen Zeiten.

Die Zahl der fiktionalen Serienproduktionen hatte sich innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Der Wettbewerb durch neue Streamingangebote von Disney und Apple führte zu einer einer Verschärfung, vor allem aber zu einer Goldgräberstimmung. Netflix stand unter besonderem Druck: Das Unternehmen investierte Milliardenbeträge in exklusive Inhalte, um seine Marktführerschaft zu sichern, und war bereit, ungewöhnlich große kreative Freiheiten zu gewähren.

Vor diesem Hintergrund entwickelte sich das Angebot von Rinsch(öffnet im neuen Fenster) zu einem begehrten Projekt. Geplant war eine Science-Fiction-Serie über künstliche menschenähnliche Wesen, sogenannte Organic Intelligents, die weltweit in Krisengebieten eingesetzt werden. Das Konzept verband technologische Zukunftsfragen mit politischen und ethischen Motiven.

Nach einer Bieterschlacht zeichnete sich zunächst Amazon als Favorit ab. Doch bevor ein Vertrag zustande kam, griff Netflix ein. Cindy Holland, damals Leiterin des Bereichs Originalinhalte, kontaktierte Rinsch persönlich und unterbreitete ein verbessertes Angebot. Neben einer höheren Vergütung versprach Netflix dem Regisseur den Final Cut – ein Privileg, das der Streamingdienst nur in Ausnahmefällen gewährt. Netflix erhielt den Zuschlag.

Der im November 2018 ausgehandelte Vertrag sah Zahlungen von insgesamt

📌 Kaynak

Bu haber XML kaynağından derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.

Orijinal haberi oku →
📱
News AI World — Mobil uygulama
Bu haberleri 45 dilde, anlık çeviriyle cebinde. Erken erişim için Gmail adresini bırak.
← Tüm haberlere dön