Tankstellen-Pächter befürchten neuen Unmut von Autofahrern

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Tankstellen-Pächter befürchten neuen Unmut von Autofahrern

Monatelang sahen sich Tankstellenpächter wütenden Kunden und einbrechenden Umsätzen ausgesetzt. Der Tankrabatt brachte Entspannung. Gibt es jetzt neuen Unmut bei Autofahrern, wenn der Sprit wieder teuer wird? Von Susett Kleine. [ mehr ]

Monatelang sahen sich Tankstellenpächter wütenden Kunden und einbrechenden Umsätzen ausgesetzt. Der Tankrabatt brachte Entspannung. Gibt es jetzt neuen Unmut bei Autofahrern, wenn der Sprit wieder teuer wird?

20 bis 25 Prozent, so viele der Kunden sollen vor Einführung des Tankrabatts aggressiv gegen Steven Gröbler, einem Tankstellenpächter in Berlin und seinen Mitarbeitenden gewesen sein. "Alle Mitarbeiter von mir haben schon grünes Licht bekommen, Hausverbote zu erteilen", sagt der 39-Jährige.

Die Kunden hätten ihren Frust über die Preise beim Personal abgeladen. Einmal habe er sogar eigenhändig einen Mann aus seiner Tankstelle in Berlin rausgeworfen. "Der hatte getankt, kam rein und pfefferte das Geld auf die Theke, nach dem Motto: 'Mach du mal'. Das kann ich schon gar nicht ab. Beschimpfte uns dann, was für eine Mafia wir wären. 'Alles Verbrecher bei den Preisen'." Diese täglichen Aggressionen hätten ihn am stärksten belastet, sagt Gröbler rückblickend.

Diese Verhaltensweisen hat nicht nur er festgestellt. Auch andere Pächter hätten gemeldet, dass der riesige Preisschock bei den Kunden zu Aggressionen gegenüber dem Personal geführt habe, so Herbert Rabl, Sprecher des Tankstellen-Interessenverbandes: "Da haben die Leute richtig sauer, mit Vorwürfen, Beleidigungen und Anschuldigungen reagiert." Die Menschen hätten nicht verstanden, dass nicht die Pächter die Preise machen, sondern die Konzerne.

Erst durch den Tankrabatt, die niedrigeren Spritpreise und die Berichterstattung hätten sich die Gemüter beruhigt. Den Menschen sei zunehmend klar geworden, dass die Einnahmen an der Zapfsäule zum größten Teil direkt an die Mineralölkonzerne und durch die Steuern an den Staat fließen. Die Pächter bekommen durch den Verkauf des Kraftstoffs nur eine kleinere Provision. "Im Schnitt bekommen wir zwischen 0,8 und 1,2 Cent pro verkauftem Liter", sagt Gröbler.

Mit dem Ende des Tankrabatts könnten heute die Spritpreise weiter steigen. mehr

In den ersten Wochen des Preisschocks hätten die Kunden und Kundinnen noch normal getankt, erzählt Gröbler. Aber nach einem Monat wurde es weniger. Dazu kam, dass immer weniger Kleinigkeiten in seinem Shop gekauft wurden. Niemand wollte mehr die Marken-Limo, Schokolade oder den Müsliriegel. "Da dachte ich mir noch: Okay, das wird sich schon wieder einkriegen. Aber es wurde halt immer schlimmer. Irgendwann haben die Leute wirklich nur noch getankt." 37 Prozent Umsatzeinbruch im Shop bedeutete das für Steven Gröbler.

So sei es auch vielen anderen Pächtern ergangen, sagt Herbert Rabl. Vielfach wurde von bis zu 30 Prozent weniger U

📌 Kaynak

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