Auswärtiges Amt weitet Reisewarnung auf ganz Russland aus

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Auswärtiges Amt weitet Reisewarnung auf ganz Russland aus

Die Ukraine hat ihre Drohnenangriffe auf Russland ausgeweitet, auch auf Moskau und St. Petersburg. Das Auswärtige Amt verschärft deshalb seine Reisewarnung - und warnt zudem vor der Gefahr willkürlicher Festnahmen durch russische Behörden.[ mehr ]

Die Ukraine hat ihre Drohnenangriffe auf Russland ausgeweitet, auch auf Moskau und St. Petersburg. Das Auswärtige Amt verschärft deshalb seine Reisewarnung - und warnt zudem vor der Gefahr willkürlicher Festnahmen durch russische Behörden.

Das Auswärtige Amt hat seine Reisewarnung für Russland verschärft. Ein Grund sind die zunehmenden ukrainischen Drohnenangriffe auch auf Ziele im Landesinneren.

Ausdrücklich gewarnt wird jetzt vor Reisen im ganzen Land. Bisher galt dies nur für Gebiete, die an die Ukraine grenzen. Inzwischen sei aber in ganz Russland mit "erheblicher Gefährdung" durch Drohnen beziehungsweise durch Trümmerteile abgeschossener Drohnen zu rechnen.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg - auch indem sie militärisch relevante Infrastruktur in Russland angreift. Das ukrainische Militär hatte seine Drohnenangriffe auf Russland zuletzt massiv ausgeweitet und dabei auch Ölraffinerien, Industrieanlagen und Militäreinrichtungen tief im russischen Hinterland getroffen.

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Auch das Stadtgebiet und die weitere Umgebung von Moskau und die Umgebung von St. Petersburg seien verstärkt Ziel massiver Drohnenangriffe, heißt es in der Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Wegen der Beschädigungen russischer Raffinerien komme es zudem zu Engpässen in der Kraftstoffversorgung. Außerdem könnten "Angriffe auf das öffentliche Verkehrsnetz, insbesondere den Zugverkehr, nicht ausgeschlossen werden", heißt es in der Reisewarnung weiter.

Ausdrücklich warnt das Auswärtige Amt auch vor der Gefahr willkürlicher Festnahmen durch russische Behörden. Verhaftungen und Verurteilungen könnten "jederzeit, auch aufgrund konstruierter Vorwände, erfolgen". Diese könnten als politisches Druckmittel dienen. Strafrechtliche Vorschriften seien "zum Teil bewusst vage formuliert und können alltägliche Verhaltensweisen erfassen, die in Deutschland nicht strafbewehrt sind".

Als ein Beispiel nennt das Auswärtige Amt kritische Äußerungen in Sozialen Medien oder "LGBTQI-Inhalte" auf dem Handy. Diese könnten gegen die Betroffenen verwendet werden.

Bei dieser Warnung betont das Auswärtige Amt, dass das Risiko gerade auch für Doppelstaatler hoch sei - also für Menschen die sowohl einen deutschen als auch einen russischen Pass haben.

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Unterdessen teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit, dass das Militär erneut Ziele tief in Russland

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