Institut der deutschen Wirtschaft: Deutsche geben jeden vierten Euro fürs Wohnen aus

💰 Ekonomi 📰 Germany 🕐 3 saat önce
Institut der deutschen Wirtschaft: Deutsche geben jeden vierten Euro fürs Wohnen aus

Knapp ein Viertel ihres Haushaltsbudgets geben die Bundesbürger im Schnitt fürs Wohnen aus. Die Immobilienpreise dürften im Laufe des Jahres weiter steigen.

Wohnen bleibt größter Posten im Haushaltsbudget: Deutsche geben 23,3 Prozent ihrer Konsumausgaben dafür aus. Im EU-Vergleich liegt Deutschland im Mittelfeld. Immobilienpreise sollen weiter steigen, Neubau stockt. Besonders in Ballungszentren fehlt Wohnraum. Junge Haushalte haben Schwierigkeiten, Wohneigentum zu erwerben, fordern Senkung der Kaufnebenkosten.

Wohnen bleibt für die Menschen in Deutschland der größte Posten im Haushaltsbudget. Die Bundesbürger wendeten im Jahr 2024 rund 23,3 Prozent ihrer Konsumausgaben dafür auf, wie aus einer Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervorgeht.

Im Vergleich zu den Vorjahren hat sich der Wert nur leicht verändert: 2022 waren es 23,5 Prozent der Konsumausgaben, 2021 waren es 25,1 Prozent und 2019 waren es 23,4 Prozent.

Damit liegt Deutschland im EU-Schnitt. Besonders viel müssen den Zahlen zufolge die Menschen in Tschechien für Wohnraum ausgeben (32 Prozent), am wenigsten die Kroaten (14,4 Prozent).

Die Immobilienpreise in Deutschland dürften weiter steigen. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) rechnet mit einem Anstieg von drei Prozent in diesem Jahr.

Der Bedarf an neuen Wohnungen wird demnach wohl nur gut zur Hälfte (58 Prozent) gedeckt. Grund dafür sei der stockende Neubau. Zudem entstehe Wohnraum teils in schrumpfenden ländlichen Regionen, während in Ballungszentren Wohnungen fehlten.

Bundesweit sind demnach die Preise für selbst genutztes Wohneigentum zwischen 2018 und 2025 rund sieben Prozent stärker gestiegen als die verfügbaren Einkommen. Besonders groß ist der Unterschied in Süddeutschland und im Berliner Umland. Gleiches gilt für den Norden um Hamburg und den Westen rund um Frankfurt sowie Teile von Nordrhein-Westfalen. In weiten Gegenden Ostdeutschlands sind dagegen die verfügbaren Einkommen stärker gestiegen als die Preise für Wohneigentum.

»Für viele junge Haushalte bleibt der Erwerb von Wohneigentum schwer erreichbar und ist häufig nur mit Erbschaften, Schenkungen oder familiärer Unterstützung realistisch«, teilte der BVR mit. In Deutschland müssten die Kaufnebenkosten sinken, damit wieder mehr Familien Wohneigentum kaufen können – etwa Erleichterungen bei der Grunderwerbsteuer.

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