Krieg in Nahost: Israel will »auf unbestimmte Zeit« in Libanon, Syrien und Gaza bleiben
Verteidigungsminister Katz begründet die teilweise Besatzung von Syrien, Gaza und dem Libanon mit Selbstschutz. Über mögliche Pläne für eine Besiedelung sagt er nichts.
Israelische Soldaten sollen laut Verteidigungsminister Israel Katz »auf unbestimmte Zeit« in Libanon, Syrien und im Gazastreifen bleiben, um die Einwohner Israels vor »dschihadistischen Elementen« zu schützen. Im Libanon erstreckt sich die von Katz als »Sicherheitszone« bezeichnete Region etwa zehn Kilometer über die Staatsgrenze hinaus, ohne Rückkehrmöglichkeit für Vertriebene. Rechtsextreme in der israelischen Regierung fordern die Besiedelung dieser Zone, während ein Rahmenabkommen mit dem Libanon einen Rückzug an die Bedingung knüpft, dass die Hisbollah entwaffnet wird. Im Gazastreifen kontrollieren israelische Streitkräfte fast 70 Prozent des Gebiets, nachdem sie die Bevölkerung vertrieben und Überwachungsposten errichtet haben. In Syrien besetzen israelische Truppen seit dem Sturz von Baschar al-Assad im Dezember 2024 eine von den Vereinten Nationen überwachte Pufferzone im Süden des Landes aus Sicherheitsgründen.
Israelische Soldaten sollen laut Verteidigungsminister Israel Katz »auf unbestimmte Zeit« im Libanon, in Syrien und im Gazastreifen bleiben. Man werde sich aus den besetzten Gebieten nicht zurückziehen, sagte Katz, weil man die Einwohner Israels vor »dschihadistischen Elementen« schützen müsse.
Im Libanon reicht das von Katz als »Sicherheitszone« bezeichnete Gebiet etwa zehn Kilometer über die Staatsgrenze. Die von dort Vertriebenen sollen vorerst nicht in ihre Heimat zurückgelassen werden. Wiederholt haben die Rechtsextremen in der israelischen Regierung die Besiedelung der Zone gefordert. Darauf ging Katz an diesem Mittwoch nicht ein.
Ein in der vergangenen Woche geschlossenes Rahmenabkommen zwischen dem Libanon und Israel macht einen israelischen Rückzug aus den besetzten Gebieten im Süden des Landes davon abhängig, dass die Regierung die Terrormiliz Hisbollah entwaffnet. Dafür sollen »Pilotzonen« eingerichtet werden, in denen die libanesische Armee die Kontrolle übernimmt.
Im Gazastreifen besetzen israelische Streitkräfte fast 70 Prozent des Gebiets. Die israelischen Truppen vertrieben die Bevölkerung und errichteten Wachtürme und Überwachungsposten auf dem geräumten Land. In Syrien besetzen seit dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad im Dezember 2024 israelische Truppen eine von den Vereinten Nationen überwachte Pufferzone im Süden des Landes. Auch hier führt die israelische Regierung Sicherheitsgründe an.
📌 Kaynak
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