Ostdeutsches Wirtschaftsforum zeigt Chancen - aber auch Risiken
Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum gilt als Stimmungsbarometer der Wirtschaft östlich der Elbe. Laut einer Umfrage sind viele Unternehmer von der Politik enttäuscht. Aber: Ostdeutsche Städte punkten in Sachen Lebensqualität. Von A. Kartschall. [ mehr ]
Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum gilt als Stimmungsbarometer der Wirtschaft östlich der Elbe. Laut einer Umfrage sind viele Unternehmer von der Politik enttäuscht. Aber: Ostdeutsche Städte punkten in Sachen Lebensqualität.
Senftenberg gilt als Vorzeigebeispiel für gelungene Transformation seit der Wiedervereinigung. Vor einer Woche kam das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) zu dem Schluss, dass die Stadt am Tagebausee in Sachen Daseinsvorsorge deutschlandweit auf Platz 164 landet - von mehr als 10.000 Städten und Gemeinden - und der Spitzenplatz unter allen Gemeinden in Brandenburg.Untersucht wurde unter anderem, wie gut die Versorgung mit Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen ist, wie die Verkehrsanbindung aussieht und: wie die Bürger die Lage einschätzen.Senftenbergs Bürgermeister Andreas Pfeiffer (CDU) ist stolz auf das Ranking, insbesondere, "weil die vordersten Städte nur große Städte sind", wie er betont. Mit 23.400 Einwohnern gehöre seine Stadt zu den mittelgroßen, aber "wir bieten unserer Bevölkerung einiges", wie Pfeiffer sagt.
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Die Stadt habe langfristig daran gearbeitet, den heutigen Zustand zu finanzieren, auch mit Hilfe von "Strukturstärkungsgeldern", sprich: Subventionen. Pfeiffer ist seit gut zwei Jahren im Amt, davor hatte die Stadt 16 Jahre lang einen SPD-Bürgermeister. Und seit der Wiedervereinigung 1990 vor allem ein Problem: Einwohnerschwund.
Andererseits hat sie aber viel zu bieten: Der Senftenberger See - ein gefluteter Tagebau - gilt seit Jahrzehnten als Positivbeispiel für Bergbaufolgelandschaften. Lange Sandstrände entlang der Ufer, Fahrrad- und Wanderwege rund um den See. Die Gegend bei Senftenberg ist ein Touristenziel - und offenbar sehr lebenswerte Heimat für viele Bewohner.
Einwohnerschwund trotz Lebensqualität: Die Altstadt wurde mit Subventionen renoviert.
In der restaurierten Innenstadt reihen sich Altbauten aneinander, der Marktplatz ist mit Kopfsteinen gepflastert, Geschäfte und Restaurants haben geöffnet. Und dabei strahlt die Senftenberger "City" gleichzeitig Ruhe aus. Fast alles ist fußläufig erreichbar.
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"Wenn ich hier auf den Markt komme, habe ich die Apotheke, Sparkasse, alles habe ich hier", erzählt Eva, eine Dame im gehobenen mittleren Alter. Ihre Ärzte seien auch gleich um die Ecke, ebenso der Laden für Hörgeräte. Auf die Frage, ob sie vollkommen zufrieden sei, antw
📌 Kaynak
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