FIFA nutzt bei der WM neue "Ball-im-Aus"-Technik
Die FIFA nutzt bei der WM ein neues Hilftsmittel - die "Ball-im-Aus"-Technik signalisiert dem Schiedsrichterteam, ob der Ball im Aus war.[ mehr ]
Die FIFA nutzt bei der WM ein neues Hilftsmittel - die "Ball-im-Aus"-Technik signalisiert dem Schiedsrichterteam, ob der Ball im Aus war. Änderungen gibt es beim Chip im Ball und bei der Abseitserkennung.
Mit der "Ball-im-Aus"-Technik kann der Video-Assistent nun feststellen, ob ein Ball im Aus war oder nicht - und er kann dem Schiri diese Information zur Verfügung stellen. Die "Ball-im-Aus"-Technik darf aber nicht dauerhaft im Spiel eingesetzt werden, es wird keineswegs jeder Einwurf durch den Video-Assistenten mit der neuen Technik überprüft. Der Video-Assistent darf das Hilfsmittel nur in den Situationen verwenden, in denen er auch eingreifen darf - also vor allem bei Strafstößen oder bei der Torerzielung.
"Das basiert ein bisschen darauf, was in Katar in der deutschen Gruppe passiert ist", erklärt Johannes Holzmüller, Innovationsdirektor bei der FIFA, im Gespräch mit der Sportschau. Holzmüller meint das Spiel zwischen Spanien und Japan. Kurz vor Japans Siegtor zum 2:1 gab es eine Situation, bei der Fernsehbilder suggerierten, dass der Ball im Aus gewesen sein könnte. Eine lange Diskussion entstand, die FIFA bestand am Ende darauf, dass die Entscheidung Tor korrekt war. Der Treffer war ein Grund für das Aus der deutschen Mannschaft in der Gruppenphase. Statt langen Diskussionen will Holzmüller nun aber mit der Technik "informierte Entscheidungen" anbieten, wie er sagt.
Komplett technisch bleibt der Vorgang aber nicht. Der Video-Assistent muss die Information mit dem Bildmaterial abgleichen. "Es ist immer die menschliche Komponente noch dazwischen geschaltet", sagt Holzmüller. "Das ist uns ganz wichtig, weil wir denken, Technologie kann unterstützen, aber sollte dann nie diese Aufgaben komplett übernehmen."
Technisch basiere die "Ball-im-Aus"-Technik auf der halb-automatischen Abseitserkennung und ihren 16 Trackingkameras, die in jedem WM-Stadion aufgebaut sind. Bei der aktuellen WM gab es für einen Einsatz der neuen Technik noch keinen Bedarf, eine Situation wie 2022 blieb im bisherigen Turnierverlauf aus.
Nicht im Aus: Kaoru Mitoma (oben) kratzt den Ball 2022 laut FIFA noch von der Linie
Die halb-automatische Abseitserkennung wurde zur WM weiterentwickelt. Ein Vorteil: Bei klaren Abseitsstellungen bekommen die Schiris ein Signal. Dadurch ist es in vielen Situationen nicht mehr nötig, mit dem Heben der Fahne zu warten und die Situation unnötig weiterlaufen zu lassen.
Bei der neuen Technik geht es außerdem um die genauere Darstellung der Spieler. "In der Vergangenheit war es so, dass die Technologie 29 Datenpunkte der Spieler 50 Mal pro Sekunde
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