250 Jahre USA: Wer sich noch dazugehörig fühlt
Wer in den USA auf die Welt kommt, erhält die US-Staatsbürgerschaft. Doch wer fühlt sich wirklich noch als Teil der Gesellschaft dieses Landes, das nun sein 250-jähriges Bestehen feiert? Auf Spurensuche in Tennessee. Von Anne Schneider .[ mehr ]
Wer in den USA auf die Welt kommt, erhält die US-Staatsbürgerschaft. Doch wer fühlt sich wirklich noch als Teil der Gesellschaft dieses Landes, das nun sein 250-jähriges Bestehen feiert? Auf Spurensuche in Tennessee.
Seit mehr als 250 Jahren ziehen die Vereinigten Staaten Menschen aus aller Welt an - auf der Suche nach einem besseren Leben, dem oft beschworenen American Dream.
Heute leben dort Menschen aus über 190 Herkunftsländern. Doch bedeutet diese Vielfalt auch automatisch Zugehörigkeit?
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Der südliche Bundesstaat Tennessee ist nicht nur eine Hochburg der Country-Musik, sondern Teil des sogenannten Bible Belt. Der "Bibel-Gürtel" erstreckt sich im Wesentlichen von Texas im Südwesten bis nach Virginia und in den Norden Floridas. Die Menschen dort gelten also als religiös geprägt, oft evangelikal. Gewählt werden hier meist die Republikaner.
In der Patriot Church in der Stadt Knoxville steht die Unterstützung für Präsident Donald Trump außer Frage. Doch die Antworten, wer aus Sicht der Gemeindemitglieder zu den USA gehört, gehen auseinander.
So macht Aaron deutlich, dass die Scharia, also die religiös-normative Ordnung des Islam, nicht in das Land passe. Willkommen aber sei aus seiner Sicht, wer sich zur Verfassung bekenne und Meinungs- und Religionsfreiheit bejahe.
Anders sieht das Linda: Es gebe zu viele illegale Einwanderer. Das Land sei in Gefahr, die Endzeit nah. Dabei ist der Anteil von Einwanderern in der Region vergleichsweise niedrig - keinen legalen Status haben laut Schätzungen nur etwa zwei Prozent der Bevölkerung. Vielfalt ist hier kaum sichtbar und entsprechend selten gelebter Alltag.
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In der Hauptstadt Nashville wirkt das Bild zunächst bunter: Musik schallt an vielen Ecken auf die Straße. Wird Diversität - also Vielfalt und Verschiedenheit von Menschen - hier eher akzeptiert? Ja, sagt Payton, der junge Mann gehört der LGBTQ‑Community an. In seiner Jugend habe es deshalb Probleme gegeben, aber auch immer wieder viele tolle Menschen, die ihm Chancen eröffnet hätten.
Aber in Nashville findet sich auch rohe Ablehnung gegenüber denjenigen, die erst kurz im Land sind. Die Einwanderer würden "alle unsere Frauen" nehmen, schimpft zum Beispiel Straßenzeitungsverkäufer Scott. Ihm ist anzusehen, dass es das Leben nicht gut mit ihm gemeint hat.
Um Menschen wie Scott kümmert sich Pastor Enoch Fuzz. Er betreibt eine Tafel
📌 Kaynak
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