Schusswaffenangriff in Stade: Staatsanwaltschaft bestätigt Ermittlungen gegen Schützen von Stade

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Schusswaffenangriff in Stade: Staatsanwaltschaft bestätigt Ermittlungen gegen Schützen von Stade

Der mutmaßliche Schütze von Stade soll Ärzte, die seine Tochter behandelten, bedroht haben. Ein Sorgerechtsstreit soll das Motiv für den Schusswaffenangriff gewesen sein.

Staatsanwaltschaft Hannover bestätigt Ermittlungen gegen mutmaßlichen Schützen von Stade wegen Bedrohung. Beschuldigter soll Ärzten verbal gedroht haben im Zusammenhang mit Behandlung seiner Tochter. Verdacht auf Misshandlung von Schutzbefohlenen gegen Eltern, die medizinischen Verdacht zurückweisen. Motiv für tödliche Schüsse in Stade vermutlich Sorgerechtsstreit. Mutmaßlicher Schütze in Untersuchungshaft, Tatbeteiligung der Mutter und Begleiterin noch ungeklärt.

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Schützen von Stade wegen Verdachts der Bedrohung bestätigt. Hintergrund ist nach Angaben der Behörde die Behandlung seiner Tochter wegen eines Schütteltraumas. Der Beschuldigte solle am 22. April »im Zusammenhang mit der Behandlung seiner Tochter wegen eines Schütteltraumas gegenüber Ärzten (der Medizinischen Hochschule Hannover, MMH) aggressiv aufgetreten sein und ihnen verbal gedroht haben«, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. Demnach erfülle eine von dem Mann Anfang Mai versandte Mail an die Ärzte der MMH hingegen nicht den Tatbestand der Bedrohung.

Der 45-Jährige, der des Mordes an sechs Menschen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade verdächtigt wird, soll einem Bericht des Spiegels zufolge seine inzwischen drei Monate alte Tochter zuvor geschüttelt haben. Das Magazin berichtete, ein Arzt habe entsprechende Verletzungen festgestellt. Die Süddeutsche Zeitung (SZ), der NDR und der WDR berichteten ebenfalls, die Eltern hätten das zu dem Zeitpunkt fünf Wochen alte Kind als Notfall in die Klinik gebracht, wo der Verdacht eines Schütteltraumas und einer Hirnverletzung aufgekommen sei. Demnach soll die Staatsanwaltschaft Hannover wegen Verdachts auf Misshandlung von Schutzbefohlenen gegen die Eltern ermitteln.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte im Gespräch mit der ZEIT, dass gegen beide Eltern wegen des Verdachts auf Misshandlung von Schutzbefohlenen ermittelt werde. SZ, WDR und NDR hatten berichtet, die Eltern hätten den medizinischen Verdacht zurückgewiesen und hätten versucht, die Polizei gegen die Klinik einzusetzen, um eine Operation zu verhindern. Die Klinik habe daraufhin wiederum Anzeige wegen Bedrohung erstattet.

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Die Ermittler gehen davon aus, dass das Motiv für die tödlichen Schüsse in Stade ein Sorgerechtsstreit gewesen ist. Der Verdächtige sowie die Mutter des Kindes hatten nach Angaben des Oberlandesgerichts (OLG) Celle Beschwerde gegen ein Eilverfahren vom Amtsgericht Neustadt am Rübenberge eingelegt, wonach

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