Wie häusliche Gewalt erkennen, bevor sie eskaliert?

📌 Diğer 📰 Austria 🕐 2 saat önce
Wie häusliche Gewalt erkennen, bevor sie eskaliert?

Hebammen und Therapeuten können Anzeichen von Gewalt in Beziehungen früh erkennen. Um in solchen Situationen richtig reagieren zu können, braucht es aber viel Feingefühl

Hebammen und Therapeuten können Anzeichen von Gewalt in Beziehungen früh erkennen. Um in solchen Situationen richtig reagieren zu können, braucht es aber viel Feingefühl

Gewalt zeigt sich nicht immer als blauer Fleck: Auch Angst, Anspannung oder ein unsicherer Blick zur Begleitperson können Zeichen von häuslicher Gewalt sein. Diesen begegnen Hebammen und Therapeutinnen in ihrer Arbeit, denn sie begleiten Menschen in Phasen, in denen Nähe, Vertrauen und Körper eine große Rolle spielen. Damit können sie Gewaltfolgen bemerken – manchmal früher als andere.

Doch oft fällt es schwer, die Anzeichen zu deuten und richtig darauf zu reagieren. Claudia Oblasser und ihre Kolleginnen und Kollegen von der IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems entwickeln nun ein Fortbildungsmodul für Hebammen, Physio-, Musik- und Ergotherapeuten, mit denen diese auf interpersonelle Gewalt in der beruflichen Praxis vorbereitet werden. "Uns geht es sowohl um Gewalt bei Klientinnen und Klienten, bei denen wir vermuten oder sie uns erzählen, dass sie zu Hause häusliche Gewalt erfahren, als auch um Gewalt, die gegenüber Hebammen bzw. Therapeuten in der Praxis ausgeübt wird."

In einer Vorstudio erhob Oblasser, wie sehr diese Berufsgruppen, die auch an der IMC Krems ausgebildet werden, bereits in ihrer beruflichen Praxis mit häuslicher Gewalt oder KlientInnengewalt in Kontakt gekommen sind. "Die Antworten zeigten uns, dass bereits viele Therapeuten Erfahrung mit interpersoneller Gewalt hatten. Gleichzeitig bekundeten sie auch großes Interesse an einer entsprechenden Fortbildung, um mit zukünftigen Gewalterfahrungen richtig umgehen zu können."

Daher entwickelte Oblasser mit ihrem Team im vom Land Niederösterreich geförderten Projekt LEVIOPP – Learning about Violence in Professional Practice – ein hybrides Fortbildungsmodul, das in insgesamt zwölf Stunden Lernzeit über die Themen häusliche Gewalt und Klientinnengewalt aufklärt. "Ziel ist es, dass die teilnehmenden Personen besser darauf vorbereitet sind, Signale häuslicher Gewalt wahrzunehmen und auf Gewalt in der Praxis zu reagieren", erklärt Oblasser. "Sie sollen außerdem wissen, was sie bei Zeichen von Gewalt tun können, sollen und dürfen, aber auch müssen."

In einem Online-Block werden Teilnehmende – momentan sind es 12, die das Projekt evaluieren – auf das Thema vorbereitet. "Wir reflektieren Gewalt als gesellschaftliches Phänomen, Ursachen und Identifikation von Gewalt, Aggression und Qualitätssicherung. Es gibt auch Anregung zur Selbstreflexion: Welche Schlüsselrolle nehmen Therapeutinnen ein, welche Aufgaben sehen sie,

📌 Kaynak

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