Deutscher Fußball: Der Untergang des deutschen Fußballs
Deutschland im Finale? Gibt es nur noch in Geschichts-Dokus. Wer das ständige Scheitern der Nationalelf verstehen möchte, muss tief graben. Eine Abrechnung
Deutschland scheitert erneut bei der Fußball-WM, diesmal unter dem jungen Trainer Julian Nagelsmann. Trotz hochkarätiger Spieler und einem hohen Marktwert des Kaders enttäuscht die Nationalelf. Die Führungskrise im deutschen Fußball zieht sich seit Jahren hin, angefangen bei Joachim Löw bis hin zu Hansi Flick und Nagelsmann. Die mangelnde Entwicklung von Talenten und die fehlende Spezialisierung in der Ausbildung werden als Gründe für das schwache Abschneiden genannt. Die Kritik an der aktuellen Mannschaft und dem Trainerstab ist groß, während die Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft schwindet.
Es gibt deutsche Fußballfans, die hatten die 20 schon überschritten, als sie das erste WM-Finale ohne Deutschland erlebten. Ich zum Beispiel, Jahrgang 1971. Ich weiß noch, es war ein komisches Gefühl, als 1994 Brasilien und Italien um den Titel spielten, während die deutschen Fußballer schon zu Hause oder im Urlaub waren. 1982, 1986 und 1990, das waren meine drei ersten Weltmeisterschaften als Fan, da stand immer Deutschland im Endspiel.
Heutige Jugendliche müssen einen ganz anderen Hattrick mitansehen. Es dürften bald die ersten Fans erwachsen werden, die Finalteilnahmen der Nationalelf nur aus TV-Dokus oder Büchern kennen. 2018 und 2022 überstand die deutsche Mannschaft nicht die Vorrunde, 2026 erreichte sie auch nicht die Runde der besten 16, obwohl sie auf keinen großen Gegner traf. Ecuador gewann von seinen vier Spielen nur das gegen Deutschland, nicht mal gegen Curaçao. Im Vergleich mit den schwachen Leistungen bei der aktuellen WM war Katar 2022 ein kleines Zwischenhoch.
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