Tornado zieht mit 150 Kilometern pro Stunde über den Bodensee

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Tornado zieht mit 150 Kilometern pro Stunde über den Bodensee

Eine riesige Wasserhose - ein Tornado auf dem Wasser - ist über den Bodensee gezogen. Viele Menschen haben das Spektakel vom Ufer aus beobachtet. Schiffe gerieten nicht in Not.[ mehr ]

Eine riesige Wasserhose - ein Tornado auf dem Wasser - ist über den Bodensee gezogen. Viele Menschen haben das Spektakel vom Ufer aus beobachtet. Schiffe gerieten nicht in Not.

Kurz nach 13 Uhr am Mittwoch hat es über dem Bodensee vor Friedrichshafen eine riesige Wasserhose gegeben. Sie war vom Ufer aus deutlich zu sehen. Inzwischen hat sie sich aufgelöst. Viele Menschen beobachteten das Spektakel vom Ufer aus.

Die Zuschauer waren beeindruckt von dem Naturschauspiel. Das sei schon sehr spektakulär gewesen, das jetzt so zu sehen. Viele rannten aus den Restaurants und Geschäften an der Uferpromenade, um sich den Tornado anzusehen.

Schiffe gerieten während des Spektakels auf dem See wohl nicht in Not. Von der Wasserschutzpolizei heißt es, ihr seien keine Notfälle gemeldet worden. Auch der Katamaran, der zwischen Friedrichshafen und Konstanz pendelt, war laut Schiffsführer nicht betroffen.

Eine Wasserhose erreicht eine durchschnittliche Windgeschwindigkeit von rund 100 Kilometern pro Stunde. Für große Schiffe seien Wasserhosen nicht so gefährlich, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes anlässlich einer früheren Tornadosichtung sagte. Kleine Boote und Schwimmer sollten sich von einer Wasserhose fernhalten.

Die Möglichkeit, dass diese Tornados auch Land erreichen, die sei auf jeden Fall gegeben, sagt Marcus Beyer vom Deutschen Wetterdienst gegenüber dem SWR. Das sei bei dem Tornado am Mittwoch aber nicht der Fall gewesen.

Katamaran "Constanze" war auf dem Weg von Konstanz nach Friedrichshafen. Schiffsführer Johannes Bökle und Steuermann Jan Kadgiehn konnten das Schauspiel aus sicherer Entfernung betrachten. Auch für die erfahrenen Seeleute ein spektakuläres Ereignis. "Wir waren erst verwundert und haben auch gleich Fotos von dem Tornado gemacht", sagte Bökle anschließend dem SWR. Er habe schon viele verschiedene Tornados gesehen, aber nicht in dieser Nähe, auch nicht in dieser Größe.

Der Deutsche Wetterdienst unterscheidet zwei Arten von Tornados. Die einen gehen mit einer rotierenden Gewitterzellen einher, die anderen könne auch aus einer Regenwolke entstehen, sagt Marcus Beyer vom Deutschen Wetterdienst gegenüber dem SWR. Am Mittwoch habe sich der Tornado auf dem Bodensee aus einer Gewitterzelle gebildet.

Statistisch gesehen treten Wasserhosen laut Deutschem Wetterdienst am Bodensee vor allem im September auf. Pro Jahr sei dies meistens zwei- bis dreimal der Fall. Dabei trifft deutlich kältere Luft in der Höhe auf warme Luft über dem Bodensee. "Das ist physikalisch gesehen hoch komplex", erklärte Roland Roth von der Wetterwarte Süd, als zuletz

📌 Kaynak

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