Sorgerechtsstreitigkeiten: »Auf eine Tat wie in Stade wären wir nicht vorbereitet«
Eltern, die sie bedrohen. Stühle, die durch die Luft fliegen. Ein Drohbrief im Büro. Vier Sozialarbeiter erzählen, wie sie immer öfter in brenzlige Situationen geraten.
Ein Vater erschießt sechs Menschen in einer Mutter-Kind-Wohngruppe in Stade, vermutlich aufgrund eines Sorgerechtsstreits. Sozialarbeitende berichten von gefährlichen Situationen in ihrem Job, in dem sie Frauen und Kinder schützen. Die steigende Gewalt in Familien stellt sie vor große Herausforderungen, während die gesellschaftliche Wertschätzung für ihre Arbeit sinkt. Trotz zunehmender Probleme und Bedrohungen setzen sie sich täglich für das Wohl von Familien ein, auch wenn die finanzielle und personelle Unterstützung knapp ist.
Ein Vater hat mutmaßlich sechs Menschen in einer Mutter-Kind-Wohngruppe im niedersächsischen Stade erschossen – Mitarbeitende des privaten Trägers der Jugendhilfeeinrichtung und eines Jugendamtes. Hintergrund der Tat ist nach ersten Erkenntnissen vermutlich ein Sorgerechtsstreit gewesen. Gegen den Mann war zuvor schon ermittelt worden, weil er sein Baby geschüttelt haben soll. Zudem hatte ihn die Klinik, in der das Kind behandelt wurde, wegen Bedrohung angezeigt.
Die Menschen starben bei ihrer Arbeit, mit der sie Frauen und Kinder schützen. Hier berichten vier Sozialarbeitende, wie gefährlich dieser Job manchmal wird – und wie sie damit umgehen, dass ein Termin jederzeit eskalieren kann. Die Namen der Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner haben wir zu ihrem Schutz geändert.
📌 Kaynak
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