Paritätischer Armutsbericht: Grüne und Linke werfen Regierung fehlende Konzepte gegen Armut vor

📌 Diğer 📰 Zeit Online 🕐 2 gün önce
Paritätischer Armutsbericht: Grüne und Linke werfen Regierung fehlende Konzepte gegen Armut vor

In Deutschland leben laut Verbandsangaben 13,3 Millionen Menschen in Armut. Grüne und Linke werfen der Regierung vor, die Lage durch Kürzungen weiter zu verschärfen.

Grüne und Linke kritisieren scharf die steigende Armutsquote in Deutschland, die laut dem Armutsbericht 2026 des Paritätischen Wohlfahrtsverbands auf 16,1 Prozent angestiegen ist. Besonders betroffen sind Ältere, Frauen und Alleinerziehende, wobei Alleinlebende das höchste Armutsrisiko tragen. Regionale Unterschiede zeigen, dass in Bayern jeder Achte, in Sachsen-Anhalt mehr als jeder Fünfte und in Bremen sogar mehr als jeder Vierte von Armut betroffen ist. Die Bundesregierung erhält von den Oppositionsparteien und sogar aus den eigenen Reihen Kritik für mangelnde Maßnahmen zur Armutsbekämpfung und drohende Einschnitte bei Sozialleistungen. Es wird gefordert, dass Sozialreformen nicht rein aus Sparlogik gestaltet werden dürfen, um den sozialen Zusammenhalt zu wahren.

Angesichts steigender Armutsquoten haben Grüne und Linke deutliche Kritik an der Sozialpolitik der Bundesregierung geübt. Auslöser ist der Armutsbericht 2026 des Paritätischen Wohlfahrtsverbands (PDF), dem zufolge rund 13,3 Millionen Menschen in Deutschland von Armut betroffen sind. Die Armutsquote stieg damit auf 16,1 Prozent.

Als einkommensarm definiert der Verband Menschen, deren Einkommen unter 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens (knapp 2.700 Euro im Monat) liegt. Berücksichtigt wird das gesamte Nettoeinkommen eines Haushalts, einschließlich Wohngeld, Kindergeld, Kinderzuschlag und weiterer Transferleistungen. Der Paritätische spricht von »alarmierenden Befunden«.

Armut verfestige sich besonders bei Älteren, Frauen und Alleinerziehenden: Fast jeder fünfte Mensch ab 65 Jahren gilt als arm, bei Frauen über 75 Jahre trifft das auf mehr als ein Fünftel zu. Alleinlebende tragen mit 30,3 Prozent das höchste Armutsrisiko, Alleinerziehende liegen bei 28,9 Prozent.

Hinter den Zahlen stünden konkrete Einschränkungen im Alltag: Millionen Menschen könnten sich unerwartete Ausgaben nicht leisten, müssten beim Heizen sparen oder verzichteten auf gesellschaftliche Teilhabe. »4,6 Millionen Menschen leben inzwischen in erheblicher materieller Entbehrung«, schreibt der Paritätische Wohlfahrtsverband.

Regional zeigen sich dabei Unterschiede: In Bayern sei etwa jeder Achte betroffen, in Sachsen-Anhalt mehr als jeder Fünfte, in Bremen sogar mehr als jeder Vierte.

Hauptgeschäftsführer Joachim Rock warnte vor weiteren Einschnitten bei Sozialleistungen wie beim Wohngeld, in der Jugendhilfe, bei der Rente oder in der Krankenversicherung. Kürzungen würden vor allem jene treffen, »die auf Hilfe angewiesen sind: Alleinerziehende, Alte, Kranke, Menschen mit Behinderungen, Geflüchtete sowie Kinder und Jugen

📌 Kaynak

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