Gesetzliche Rente: Zum Sterben wird’s schon reichen
Weil die gesetzliche Rente zu klein ist, soll man vorsorgen, sagen alle. Aber was, wenn das nicht geht? Als mittelalter Mensch kann man Rentenangst nicht mehr verdrängen.
Die Angst vor Altersarmut wächst, während politische Lösungen ausbleiben. Experten empfehlen 15 Prozent des Nettoeinkommens für die Rente zu sparen, doch viele können sich das nicht leisten. Die Riester-Rente wird kritisch betrachtet, während die Rentenlücke immer größer wird. Private Altersvorsorge wird als Zocken mit ungewissem Ausgang gesehen, während politische Maßnahmen ausbleiben. Die Diskussion um die Rente wird von Fachbegriffen dominiert, während die Realität der Altersarmut immer näher rückt.
Denk ich an das Alter, denk ich an Armut und an ein abgewandeltes Tocotronic-Zitat: »Aber so leben? Nein danke!«
Sechs Wochen ist es her, dass der Kanzler die gesetzliche Rente eine »Basisabsicherung« nannte, und der Ärger, den er damit auslöste, war bezeichnend. Nicht, weil seine Aussage falsch wäre, im Gegenteil. Es glaubt ja sowieso kaum noch einer, dass er mit der staatlichen Rente überleben können wird. Laut einem Report der Deutschen Bank zweifeln über 80 Prozent der Deutschen, dass die Rente sicher ist, so wie es Norbert Blüm 1986 einst verkündet hatte – und etwa 30 Jahre später revidierte. Schaut man sich verschiedene Umfragen an, sind es mal über 50, mal über 80 Prozent der Befragten, die Angst vor Altersarmut haben.
📌 Kaynak
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