Wissenschaftler gegen AfD: »Das ist ein Akt der Notwehr«

🔬 Bilim 📰 Germany 🕐 1 saat önce
Wissenschaftler gegen AfD: »Das ist ein Akt der Notwehr«

Wissenschaft im Widerstandsmodus: Forschende rufen zum Widerstand gegen die AfD auf. Ein Gespräch über den Protest und Faschisierungstendenzen in der Gesellschaft.

600 Forschende haben sich der Initiative »Wissenschaft gegen Faschismus« angeschlossen, um sich öffentlich gegen die AfD zu positionieren. Anlässlich des AfD-Bundesparteitags in Erfurt treffen sich Professorinnen und Professoren zu einer Tagung mit dem Thema »Bevor es zu spät ist«. Die Wissenschaftler, darunter Silke van Dyk und Rahel Jaeggi, diskutieren über die faschistische Gefahr und die Hintergründe des Rechtsrucks in der Gesellschaft. Sie warnen vor einer AfD-Hochschulpolitik, die die Wissenschaftsfreiheit gefährden könnte. Der Protest der Wissenschaftscommunity ist als Akt der Notwehr gegen die Bedrohung der liberalen Demokratie zu verstehen.

Der Initiative »Wissenschaft gegen Faschismus« haben sich knapp 600 Forschende angeschlossen. Am Wochenende, wenn sich die AfD in Erfurt zum Bundesparteitag trifft, treffen sich auch Professorinnen und Professoren dieser Initiative in der Stadt zu einer Tagung. Unter der Überschrift »Bevor es zu spät ist« diskutieren sie »wissenschaftliche Perspektiven auf die faschistische Gefahr«. Mit dabei: die in Jena lehrende Soziologin Silke van Dyk und die Philosophin Rahel Jaeggi von der Berliner Humboldt-Universität. Beide wollen in Erfurt nicht nur über Gefahren sprechen – sondern auch gegen die AfD auf die Straße gehen.

DIE ZEIT: Frau van Dyk, einen derart großen Zusammenschluss von Wissenschaftlern, die sich öffentlich gegen die AfD positionieren, hat es bislang nicht gegeben. Warum jetzt?

Silke van Dyk: Das ist nicht einfach ein normaler Parteitag einer gewöhnlichen Partei. Hier versammeln sich Mitglieder einer explizit demokratiefeindlichen, in Teilen gesichert rechtsextremen Partei. Natürlich mobilisieren uns auch die anstehenden Landtagswahlen und die Möglichkeit einer AfD-Alleinregierung in Sachsen-Anhalt. Wir – als Soziologen, als Historikerinnen, als Philosophen – forschen zu den Hintergründen, wie es zu dieser fundamentalen Rechtsverschiebung kommen konnte. Dieses Wissen wollen wir unter die Leute bringen.

ZEIT: An Erklärungsansätzen für den Erfolg der AfD gibt es keinen Mangel. Die Versuche, die AfD zu schwächen – etwa durch eine härtere Migrationspolitik –, haben dennoch nicht funktioniert. Hören Politik und Gesellschaft zu wenig auf Sie?

Rahel Jaeggi: Die sozialwissenschaftliche Erkenntnis, dass die Übernahme rechtsextremer Positionen nie zu einer Schwächung der Rechtsextremen führt, weil die Leute lieber das Original wählen, sollte sich eigentlich herumgesprochen haben, dürfte man meinen. Das sogenannte Migrationsproblem ist aber auch ein gutes Beispiel dafür, wie nicht nur die Lösung einer Krise

#wissenschaft

📌 Kaynak

Bu haber XML kaynağından derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.

Orijinal haberi oku →
📱
News AI World — Mobil uygulama
Bu haberleri 45 dilde, anlık çeviriyle cebinde. Erken erişim için Gmail adresini bırak.
← Tüm haberlere dön