Ebola-Ausbruch: Internationale Geldgeber investieren Millionensummen in Impfstoffe

🏥 Sağlık 📰 Spiegel 🕐 2 gün önce
Ebola-Ausbruch: Internationale Geldgeber investieren Millionensummen in Impfstoffe

Die Zahl der Ebolainfizierten in Zentralafrika wächst. Im Kampf gegen die tödliche Krankheit bekommen Firmen und Forscher nun Finanzhilfen, ein großer Betrag geht an den US-Hersteller Moderna.

Helfer in Schutzanzügen vor einem medizinischen Zentrum in der Demokratischen Republik Kongo: Aussicht auf Impfstoffe in »nicht allzu ferner Zukunft«

Der Ebolaausbruch in Zentralafrika weitet sich aus. Verantwortlich für den Ausbruch ist das bisher selten nachgewiesene Bundibugyo-Virus. Gegen diesen Erreger gibt es keinen Impfstoff. Das soll sich möglichst schnell ändern: Die globale Gesundheitsorganisation CEPI wird mehr als 60 Millionen Dollar – umgerechnet rund 51,5 Millionen Euro – an den US-Pharmakonzern Moderna und zwei weitere Gruppen vergeben, um die Entwicklung von Impfstoffkandidaten zu beschleunigen.

CEPI steht für Coalition for Epidemic Preparedness Innovations. Das ist eine Allianz zwischen Regierungen, der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der EU-Kommission, Unternehmen und privaten Geldgebern. CEPI-Leiter Richard Hatchett sagte der Nachrichtenagentur Reuters, es sei möglich, Impfstoffkandidaten gegen das Bundibugyo-Virus innerhalb weniger Monate für klinische Studien bereitzustellen. Die Aussicht auf Impfstoffe in »nicht allzu ferner Zukunft« sollte dazu beitragen, Gespräche darüber anzustoßen, wer Impfstoffe kaufen und eine etwaige Einführung finanzieren würde, sagte Hatchett.

Der größte Teil der CEPI-Mittel – rund 50 Millionen Dollar – geht an Moderna. Mit dem restlichen Geld unterstützt die Gesundheitsallianz zwei Impfstoffkandidaten der Universität Oxford und der International AIDS Vaccine Initiative.

Unabhängig davon sagte die globale Impfstoffallianz Gavi 50 Millionen US-Dollar für die Ebolabekämpfung zu. Der Pandemiefonds der Weltbank kündigte Zuschüsse in Höhe von bis zu 220,6 Millionen US-Dollar an, umgerechnet rund 190 Millionen Euro.

Die WHO teilte am Dienstag mit, dass es in der Demokratischen Republik Kongo 116 Verdachtsfälle der Ebolavariante Bundibugyo und 321 bestätigte Fälle gebe, darunter 41 Todesfälle. In Uganda seien bisher neun bestätigte Fälle und ein damit verbundener Todesfall registriert worden, sagte WHO-Sprecher Christian Lindmeier in Genf. Die Gesundheitsbehörde Africa CDC geht davon aus, dass mittlerweile etwa 1100 Menschen das potenziell tödliche Virus in sich tragen.

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