So weit ist die Forschung zu Ebola-Impfstoffen
In der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda breitet sich das Ebola-Virus weiter aus. Genau genommen: der seltene Bundibugyo-Stamm. Dagegen gibt es bisher weder Impfstoffe noch Medikamente. Aber das könnte sich bald ändern. Von D. Remus. [ mehr ]
In der Demokratischen Republik Kongo und Uganda breitet sich das Ebola-Virus weiter aus. Genau genommen: der seltene Bundibugyo-Stamm. Dagegen gibt es bisher weder Impfstoffe noch Medikamente. Aber das könnte sich bald ändern.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Gesundheitsbehörde Afrika CDC sprechen von einem der schwierigsten Ebola-Ausbrüche seit Jahren. Zahlreiche Menschen sind bisher gestorben, und die Lage wird sich vermutlich noch weiter zuspitzen.
Bei dem Ausbruch handelt es sich um den seltenen Virus-Stamm Bundibugyo, bei dem die Sterblichkeitsrate zwischen 30 und 50 Prozent liegt. Das Bundibugyo-Virus wurde 2007 erstmalig entdeckt. Da dies aber erst der dritte Ausbruch ist, gibt es bisher noch keine Gegenmittel.
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Die Suche nach Impfstoffen und Medikamenten gegen das Bundibugyo-Virus läuft auf Hochtouren. Die internationale Forschungsgemeinschaft arbeitet wie in der Corona-Pandemie zusammen, teilt Erkenntnisse und sucht nach Lösungen.
Dabei verfolgen die Forschungsteams unterschiedliche Impfstoffansätze. Alles auf eine Karte zu setzen, sei zu riskant. "Deswegen versucht man ein buntes Portfolio bereitzustellen", betont Clara Schoeder. Sie ist Professorin für Impstoffentwicklung an der Universität Leipzig und forscht aktuell gemeinsam mit der Universität Oxford an einem sogenannten Vektorimpfstoff - ähnlich wie der Impfstoff von AstraZeneca gegen das Coronavirus.
Die Idee ist, einen sogenannten Pan-Impfstoff zu entwickeln. Der würde nicht nur gegen den Bundibugyo-Stamm schützen, sondern gegen mehrere Erreger aus der Familie der Filoviren. Zu dieser Familie gehört nicht nur Bundibugyo, sondern zum Beispiel auch das Marburg-Virus. Filoviren verursachen hämorrhagisches Fieber mit inneren und äußeren Blutungen und sind für ihre hohe Sterblichkeitsrate bekannt.
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Die Forschungen an diesem Impfstoff von Clara Schoeder und der Universität Oxford haben aber erst im vergangenen Jahr begonnen. Sie befinden sich noch in einer sehr frühen Phase. Denn bisher ist das konkrete Präparat noch nicht am Menschen getestet worden ist, sagt Stephan Becker, der das Institut für Virologie am Uniklinikum Marburg leitet. "Eine klinische Prüfung hat noch nicht stattgefunden und das heißt, wir sind in einer sehr ähnlichen Situation wie 2013/2014 bei dem Ebola-Ausbruch in Westafrika."
Dennoch gilt dieser Ansatz als vielversprechend. Während de
📌 Kaynak
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