UN: Bangladeschs Außenminister wird neuer Präsident der UN-Vollversammlung
Die UN-Vollversammlung hat Khalilur Rahman zu ihrem Präsidenten gewählt. 99 der 193 UN-Mitgliedstaaten stimmten für ihn als Nachfolger von Annalena Baerbock.
Der bangladeschische Außenminister Khalilur Rahman wird neuer Präsident der UN-Vollversammlung, nachdem er bei der Wahl in New York 99 von 193 Stimmen erhielt. Er tritt die Nachfolge von Annalena Baerbock an, die den Vorsitz im September 2025 übernommen hatte. Rahman, der erst im Februar sein Amt als Außenminister antrat, wird im September seine neue Aufgabe antreten. Baerbock wiederum lässt ihre Zukunft bei den Vereinten Nationen offen, nachdem ihre Wahl im Juni 2025 von Kontroversen begleitet war. Die Entscheidung, sich selbst als Kandidatin zu nominieren, stieß auf Kritik bei ehemaligen deutschen Diplomaten.
Der bangladeschische Außenminister Khalilur Rahman ist von der UN-Vollversammlung zu ihrem künftigen Präsidenten gewählt worden. Am Dienstag bestimmten ihn die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen in New York zum Nachfolger der früheren deutschen Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Der 72-Jährige erhielt 99 der 193 Stimmen und setzte sich damit gegen den zyprischen Diplomaten Andreas Kakouris durch, auf den 91 Stimmen entfielen.
Baerbock hatte den auf ein Jahr befristeten Vorsitz im September 2025 übernommen, der vor allem organisatorische und zeremonielle Aufgaben vorsieht. Rahman war wiederum erst im Februar als Außenminister Bangladeschs ins Amt eingeführt worden. Seine neue Aufgabe als Präsident der UN-Vollversammlung wird er im September antreten und für die Dauer eines Jahres ausüben.
Die Wahl von Baerbock im Juni 2025 war von einer Kontroverse überschattet. Die von der Bundesregierung vorgeschlagene Bewerberin für die Präsidentschaft aus dem Auswärtigen Amt, Helga Maria Schmid, war nicht zum Zuge gekommen. Baerbock hatte sich die Kandidatur als scheidende Außenministerin selbst gesichert. Das stieß bei früheren deutschen Diplomaten auf Kritik.
Ob die 45-Jährige nun nach ihrer Tätigkeit bei den Vereinten Nationen eine weitere politische oder diplomatische Funktion anstrebt, hat sie bislang nicht öffentlich gemacht.
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