Gasversorgung: Bundesregierung plant staatliche Gasreserve
Um für außergewöhnliche Krisen gewappnet zu sein, will die Bundesregierung eine nationale Gasreserve anlegen. Diese soll unabhängig von regulären Speicher sein.
Die Bundesregierung plant eine staatliche Gasreserve zur Krisenvorsorge, um die Gasversorgung in außergewöhnlichen Situationen abzusichern. Diese Reserve soll etwa zehn Prozent der deutschen Speicherkapazität umfassen und über eine Umlage auf die Gasverbraucher finanziert werden. Der Aufbau des Speichers sowie der Einkauf werden voraussichtlich zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Euro kosten und die Jahre 2027 und 2028 betreffen. Die Opposition begrüßt das Vorhaben grundsätzlich, kritisiert jedoch, dass die geplante Befüllung im nächsten Jahr zu spät für den aktuellen Winter kommt. Im Krisenfall soll die Bundesnetzagentur über den Einsatz der Reserve entscheiden, um volkswirtschaftliche Schäden zu verhindern und Zeit für Reparaturen oder alternative Importe zu gewinnen.
Die Bundesregierung plant eine staatliche Gasreserve zur Krisenvorsorge. Damit wolle man die Gasversorgung in außergewöhnlichen Krisensituationen absichern, sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Als Beispiel nannte sie plötzliche Importausfälle, etwa durch Angriffe auf Pipelines. In einem solchen Fall schaffe eine Gasreserve wertvolle Zeit, um alternative Importe zu organisieren oder technische Störungen zu beheben.
Die Gasreserve soll den Angaben zufolge einen Umfang von 24 Milliarden Kilowattstunden haben, was etwa zehn Prozent der deutschen Speicherkapazität entspricht. Die Kosten sollen nicht aus dem Bundeshaushalt finanziert werden, sondern über eine Umlage auf die Gasverbraucher. Die Umlage soll mit 29 bis 36 Cent je Megawattstunde deutlich geringer ausfallen als die mittlerweile abgeschaffte Gasspeicherumlage. Für einen Haushalt mit 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch wäre das ein einstelliger Eurobetrag pro Jahr.
Das Vorhaben läuft nach Angaben der Ministeriumssprecherin unabhängig von der regulären Wintervorsorge. Diese bleibe im Gegensatz zur staatlichen Gasreserve weiterhin eine Aufgabe der Marktakteure.
Der Aufbau des Speichers sowie der Einkauf soll nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Insider zwischen 1,2 und 1,5 Milliarden Euro kosten und die Jahre 2027 und 2028 betreffen. Hinzu kämen laufende Kosten von 150 bis 180 Millionen Euro jährlich.
Um den Gasmarkt nicht zu beeinflussen, soll die Beschaffung über mehrere Jahre gestreckt werden. Die erste Befüllung ist laut Ministerium für den Sommer 2027 geplant. Im Krisenfall, etwa bei plötzlichen Importausfällen, soll die Bundesnetzagentur über den Einsatz entscheiden. Die Reserve solle helfen, erhebliche volkswirtschaftliche Schäden durch die Abschaltung von Ind
📌 Kaynak
Bu haber XML kaynağından derlenmiştir. Tamamı için orijinal habere gidin.
Orijinal haberi oku →