Hüttenküche: »Ohne Würstel, aber herzhaft gewürzt«
Was folgt, wenn man auf der Alpenhütte kein Fleisch mehr anbietet? Shitstorm und frohe Bergführer! Wirtin Evelyn Matejka weiß jetzt, wie Vegetarisches deftig gelingt.
Evelyn Matejka hat ihre Franz-Fischer-Hütte im Lungau auf fleischlose Küche umgestellt und empfiehlt als Einstieg Fisolenknödel in Gulaschsoße. Trotz anfänglicher Skepsis und einem möglichen Shitstorm im Internet, erfreuen sich Bergführer und Wanderer an der neuen kulinarischen Vielfalt. Matejka, ausgebildete OP-Schwester und langjährige Hüttenwirtin, entschied sich für die fleischlose Küche, da ihr Fleisch einfach nicht mehr schmeckte und sie die Tierliebe ihrer Großeltern verinnerlicht hatte. Mit viel Mut und Selbstvertrauen setzte sie ihre Vision einer vegetarischen Hütte durch, die heute mit Gerichten wie Linseneintopf und Semmelknödeln überzeugt. Trotz der Herausforderungen, frische Zutaten auf die entlegene Hütte zu bringen, setzt Matejka auf selbstgemachte Speisen und kreative Lösungen, um ihren Gästen ein authentisches und schmackhaftes Erlebnis zu bieten.
DIE ZEIT: Frau Matejka Sie haben Ihre Franz-Fischer-Hütte im Lungau 2020 auf fleischlose Küche umgestellt. Was sollen die Skeptiker und Fleischliebhaberinnen denn am besten bei Ihnen bestellen?
Evelyn Matejka: Als Einstieg empfehle ich Klassiker wie Fisolenknödel, also Knödel mit grünen Bohnen. Kräftig gewürzt, schmecken sie wie in Gulasch getränkt. Das Ganze auf Rahmsoße, Kohlrabi dazu, ein herzhaftes Gericht für traditionelle Esser. Danach probieren sie sich weiter durch.
ZEIT: Sie hatten die Hütte schon drei Jahre geführt, als Sie ankündigten: Es gibt kein Fleisch mehr. Wie haben die Leute reagiert?
📌 Kaynak
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