Fußball-WM heute: Paracelsus Murat Yakin

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Fußball-WM heute: Paracelsus Murat Yakin

Der Schweizer Trainer braucht gute Ärzte. Oder greift er selbst in die Kräuterkiste? Und: ein Feiertag für Freunde der Gruppendynamik. Alles Wichtige zum WM-Abend

Das Spiel des Tages: Ägypten gegen Argentinien. Lionel Messi und Mo Salah im Fokus. Verletzungspech bei der Schweiz. Ägyptischer Rechtsverteidiger mit unglücklichen Eigentoren. Trauer in Mexiko nach dem Ausscheiden. Rassistische Äußerungen einer paraguayischen Senatorin gegen Mbappé. Hymnenexpertin analysiert die WM-Hymnen. Ronaldo und seine Selbstdisziplin. Zitate des Tages und die kommenden Spiele im Achtelfinale.

Ägypten gegen Argentinien (18 Uhr, ARD / MagentaTV). Hobbysoziologinnen hier? Dieses Spiel spricht alle an, die sich mit Gruppendynamiken beschäftigen. Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hat es geschafft, zehn Spielern zu erklären, dass sie für den elften – Lionel Messi – mitlaufen müssen. Der schießt ihnen dafür die Tore. Das klingt trivial, doch wer nur ein bisschen Mannschaftserfahrung hat, weiß, welch große Trainerleistung dahintersteckt. Und das, nachdem sie den großen Titel vor vier Jahren schon geholt haben.

Klar haben sie Messi, sagte Scalonis ägyptischer Gegenüber Hossam Hassan, »aber wir respektieren alle Spieler«. Er kennt Scalonis Situation nur zu gut. Auch er hat um einen Star, Mo Salah, ein konkurrenzfähiges Team gebaut, das den favorisierten Argentiniern vor allem mit seinen Kontern gefährlich werden kann. Dass er ohnehin auf Vorabzuschreibungen pfeift, zeigte er nach dem Sieg gegen Australien: Trotz Fifa-Verbot jubelte Hassan mit der Palästinaflagge und widmete allen Palästinensern den Einzug ins Achtelfinale.

Der Schweizer Arzt. Nicht der, an Sie jetzt vielleicht denken: Paracelsus war schließlich mehr so der Typ Naturheilkunde, bei dem auch Magie und Astronomie eine Rolle spielten. Er glaubte etwa bei Problemen mit der männlichen Sexualität an die Wirkung von Orchideenknollen, weil sie einem Hoden nicht unähnlich sehen. Oder sind solche Kniffe das Einzige, was den Schweizern jetzt noch helfen kann? Für das Achtelfinale gegen Kolumbien ist der Einsatz von gleich fünf Spielern fraglich. Sicher ausfallen wird Johan Manzambi, einer der auffälligsten Spieler des Turniers. Auch Michel Aebischer, Luca Jaquez, Djibril Sow und Rubén Vargas sind angeschlagen. Trainer Murat Yakin gab sich auf der abschließenden Pressekonferenz in Personalfragen so auskunftsfreudig wie ein Norddeutscher beim Angeln. Vielleicht ist das aber auch ein Trick, um dem Gegner die Vorbereitung zu erschweren und die Heilung seiner Spieler zu beschleunigen. Dann wäre Yakin ein würdiger Nachfolger von Paracelsus.

Mohamed Hany. Suchen wir nicht alle nach Halt, Konstanz und Bindung? Der ägyptische Rechtsverteidiger ist das, was man eine treue Seele nennt. Seit

📌 Kaynak

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