Gelsenkirchen: Sparkasse startet nach Einbruch Ausgleichszahlungen an Betroffene

💰 Ekonomi 📰 Germany 🕐 3 saat önce
Gelsenkirchen: Sparkasse startet nach Einbruch Ausgleichszahlungen an Betroffene

Nach dem millionenschweren Einbruch beginnt die Gelsenkirchener Sparkasse mit dem Schadensausgleich für ihre Schließfachkunden. Pro Fach gibt es maximal 10.300 Euro.

Sechs Monate nach dem Einbruch bei einer Gelsenkirchener Sparkasse beginnt die Bank mit dem Schadensausgleich für Schließfachkunden. Bis zu 10.300 Euro pro Fach werden ausgezahlt, während die Rückgabe der gestohlenen Gegenstände weiterläuft. Einbrecher hatten mit einem Spezialbohrer die Schließfächer geplündert, der Schaden könnte in die Millionen gehen. Kunden klagen gegen die Bank wegen angeblich höherer Verluste, während die Rückgabe der Gegenstände noch Monate dauern wird. Trotz der Herausforderungen will die Bank zügig mit den Auszahlungen beginnen.

Gut sechs Monate nach dem spektakulären Einbruch bei einer Gelsenkirchener Sparkasse startet die Bank in dieser Woche mit dem Schadensausgleich für ihre Schließfachkunden. Wie in den Mietverträgen vereinbart, würden maximal 10.300 Euro pro Schließfach ausgezahlt, teilte die Bank mit. Parallel laufe weiterhin die Rückgabe der vielen Tausend Wertsachen, Dokumente und persönlichen Gegenstände, die die Einbrecher im verwüsteten Tresorraum zurückgelassen hatten. Hiermit hatte die Bank schon Anfang Mai begonnen.

Nach Weihnachten 2025 waren Unbekannte über eine Tiefgarage in einen Archivraum der Bank und von dort aus mit einem gewaltigen Spezialbohrer in den Tresorraum gelangt. Sie brachen fast alle rund 3.100 Schließfächer auf und verschwanden mit ihrer Beute. Der Gesamtschaden könnte sich auf einen dreistelligen Millionenbetrag belaufen.

Beim Landgericht Essen laufen mehrere Zivilklagen von Kunden gegen die Sparkasse. Die Kläger geben an, deutlich höhere Summen als 10.300 Euro in ihren Fächern gehabt zu haben. Sie werfen der Bank gravierende Versäumnisse bei den Sicherheitsvorkehrungen vor. Die Sparkasse weist die Vorwürfe zurück. Mitte Juni hatten die ersten Prozesse begonnen. An diesem Donnerstag steht ein weiterer Verhandlungstag an.

Sollten bei der Rückgabe von zurückgelassenen Gegenständen Bargeld oder Wertsachen Kunden zugeordnet werden, werde sich deren finanzieller Schadensausgleich möglicherweise entsprechend verringern, teilte die Bank mit. Man wolle aber mit den Auszahlungen nicht warten, bis alle Rückgaben beendet sind.

Bis zu 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind den Angaben nach mit der Rückgabe von Gegenständen beschäftigt. Dennoch werde sie noch Monate dauern. 400 Übergabetermine seien bislang erfolgt oder vereinbart worden.

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