»Die Einsamkeit von Sonia und Sunny« von Kiran Desai: Zu zweit zwischen den Kontinenten
Kiran Desai hat den Sommerroman für alle Liebenden geschrieben, bei denen es nicht so glatt läuft: »Die Einsamkeit von Sonia und Sunny« ist eine magische Rhapsodie.
Die Geschichte von Sonia und Sunny, erzählt von Kiran Desai, entführt die Leser in eine Welt voller Liebe, Einsamkeit und kultureller Unterschiede. Sonia, eine Inderin in Vermont, und Sunny, ein Journalist in New York, finden sich in einem arrangierten Eheversprechen wieder. Zwischen postkolonialen Unverträglichkeiten und globalen Entfernungsnöten ringen sie um Freiheit und Liebe. Kiran Desai gelingt es meisterhaft, die Verlorenheit auf diesem Globus in eine hinreißende Geschichte zu verwandeln, die Leser und verzweifelte Menschen gleichermaßen berührt. Ein Roman, der mit kunstvoller Sorgfalt erzählt wird und die Leser auf eine emotionale Reise mitnimmt, die lange nachhallt.
Niemand geht ans Telefon. Es klingelt und klingelt. Am einen Ende der Welt: die Inderin Sonia, die zum Studium nach Vermont gezogen ist, Literatur und kreatives Schreiben natürlich, und die bei schweren Einsamkeitsattacken, also dauernd, zu Hause anruft. Am anderen Ende der Welt ihre Eltern, die kinderlos in Delhi zurückgeblieben sind, deshalb umso leidenschaftlicher die heimische Kochkunst zelebrieren, wie so viele ihrer Freunde, deren Kinder außer Landes sind, jede und jeder durch die globale Wanderschaft auf seine Weise vereinsamt.
📌 Kaynak
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