Oberbayern: Mehrere Verletzte an Gymnasium in Bayern – Verdächtiger festgenommen
An einer Schule in Schongau sind mehrere Menschen verletzt worden. »Es deutet auf eine Amoktat hin«, heißt es von der Polizei. Ein mutmaßlicher Täter wurde festgenommen.
Bei einem Vorfall an einem Gymnasium in Schongau, Oberbayern, wurden mindestens zwei Mädchen schwer verletzt, jedoch besteht keine Lebensgefahr. Ein 16-jähriger Jugendlicher wurde als mutmaßlicher Täter festgenommen, der allein gehandelt haben soll. Es wird von einer Amoktat ausgegangen, bei der der Täter eine Schusswaffe und ein Messer benutzte. Bayerns Innenminister spricht von einer Amoktat und lobt das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte. Mehrere Rettungshubschrauber sind im Einsatz, um Verletzte zu versorgen, während eine Anlaufstelle für Angehörige eingerichtet wurde.
An einem Gymnasium in der Kleinstadt Schongau in Oberbayern sind bei einem Vorfall laut der Polizei mindestens zwei Mädchen schwer verletzt worden. Es bestehe aber keine Lebensgefahr. Die Einsatzlage deute auf eine Amoktat hin, sagte ein Polizeisprecher der ZEIT. Nach einem entsprechenden Protokoll arbeite man derzeit. Zuvor hatte die Polizei von einer einstelligen Zahl von Verletzten gesprochen.
Ein 16-jähriger Jugendlicher wurde laut Polizei festgenommen, es handelt sich sehr wahrscheinlich um den mutmaßlichen Täter. »Derzeit gehen wir von einem allein handelnden Täter aus. Hinweise auf weitere Tatbeteiligte liegen nicht vor.« Laut einem Polizeisprecher hatte der Jugendliche eine Schusswaffe und ein Messer dabei. Weitere Informationen zum mutmaßlichen Täter oder der Motivlage gab die Polizei nicht bekannt.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass die zwei Schülerinnen seines Wissens nach durch Messerstiche des Täters verletzt worden seien. Das konnte der Polizeisprecher auf Anfrage der ZEIT nicht bestätigen.
Wegen des Einsatzes sind laut Polizei sämtliche Einsatzkräfte aus der Region und mindestens 20 Streifenwagen vor Ort. Auf dem Areal befindet sich nicht nur das Gymnasium, sondern auch weitere Schulen wie eine Real- und Grundschule.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach von einer Amoktat. »Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Verletzten der Amoktat von Schongau«, sagte Söder und betonte: »Solch eine schreckliche Tat reißt nicht nur sichtbare, sondern auch viele unsichtbare Wunden. Die Heilung der Seelen wird lange dauern.« Der CSU-Chef dankte der Polizei und allen Rettungsorganisationen »für ein schnelles und entschlossenes Eingreifen«.
Nach Angaben der ADAC-Luftrettung sind mehrere Rettungshubschrauber im Einsatz. Insgesamt sechs Hubschrauber seien beteiligt, vier davon von der ADAC-Luftrettung, sagte ein Sprecher. Einer der Helikopter sei zur Versorgung von Verletzten genutzt worden.
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