Nato-Gipfel in Ankara: Wo steht die Nato nach ihrem Gipfel?
Zum Ende des Nato-Treffens in Ankara bleibt die Frage: Was konnte Europa trotz und mit Donald Trump erreichen? Und: Palliativarzt wegen 15-fachen Mordes verurteilt.
Der Nato-Gipfel in Ankara endet mit Trumps kontroversen Aussagen zum Iran. Trotz geplanter Diskussionen zur ukrainischen Luftabwehr dominiert Trumps Kritik am Friedensabkommen. Ein Palliativarzt in Berlin wird wegen 15-fachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Angeklagte gesteht kurz vor Prozessende zwölf Morde, entschuldigt sich bei den Angehörigen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in weiteren 76 Fällen gegen den Arzt, weitere Anklagen werden erwartet.
Der Nato-Gipfel in Ankara geht heute zu Ende. Vor allem US-Präsident Donald Trump und seine Aussagen haben den Gipfel dominiert. Unter anderem hat Trump das Rahmenabkommen für einen Frieden mit dem Iran für gescheitert erklärt. Darin hatten sich die Länder auf eine Waffenruhe sowie ein Ende des iranischen Atomprogramms geeinigt. Die USA und Iran haben sich vergangene Woche wieder gegenseitig angegriffen. Eigentlich sollte auf dem Gipfel auch die Luftabwehr der Ukraine diskutiert werden. Zuletzt konnte die ukrainische Luftabwehr russische Raketenangriffe unter anderem auf Kyjiw nicht mehr abwehren. Selenskyj hatte bereits am ersten Tag des Gipfels sowohl von den USA als auch von Europa mehr Flugabwehrraketen gefordert. Ob der Gipfel für die europäischen Mitglieder dennoch gut verlaufen ist, das kann Jörg Lau, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT, beurteilen.
Das Landgericht Berlin hat einen Palliativarzt wegen 15-fachen Mordes in Berlin verurteilt. Das Gericht verhängte gegen ihn eine lebenslange Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Der Arzt hatte die Patienten, die er eigentlich beim Sterbeprozess begleiten sollte, bei Hausbesuchen ermordet. Das Gericht hat die besondere Schwere der Schuld bei der Tat festgestellt und ein lebenslanges Berufsverbot gegen den Arzt ausgesprochen. Zuletzt gab es eine Wendung im Prozess: Der Angeklagte hat zwölf der 15 Morde kurz vor dem Ende der Verhandlungen gestanden und sich bei den Angehörigen entschuldigt. Deren Anwälte kritisierten diese jedoch als »oberflächlich«. Parallel zum Prozess ermittelt die Staatsanwaltschaft in insgesamt 76 weiteren Fällen gegen den Palliativarzt. Weitere Anklagen gelten als wahrscheinlich. Was dieses erste Urteil bedeutet und was es über die Dimension des Falles sagt, ordnet Tanja Stelzer ein. Sie ist Reporterin bei der ZEIT.
Außerdem im Update: In Bayern ist es bei einem Vorfall an einem Gymnasium zu Schwerverletzten gekommen. Die Polizei vermutet, Stand 15:30, 08. Juli, eine Amoktat.
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