Altkanzlerin: Merkel bezeichnet Klimaschutz als »Überlebensfrage der Menschheit«

📰 Gündem 📰 Zeit Online 🕐 2 gün önce
Altkanzlerin: Merkel bezeichnet Klimaschutz als »Überlebensfrage der Menschheit«

Die Ex-Bundeskanzlerin ruft dazu auf, den Kampf gegen den Klimawandel nicht zu vernachlässigen. In einer Rede zum Jubiläum des Umweltministeriums übte sie Selbstkritik.

Angela Merkel betont die Dringlichkeit des Klimaschutzes und reflektiert kritisch über ihre eigene Umweltpolitik. Trotz anderer politischer Herausforderungen bleibt die Erderwärmung eine existenzielle Bedrohung. Die ehemalige Bundeskanzlerin hinterfragt, ob sie mehr für den Klimaschutz hätte tun können und kritisiert den Mangel an Vorsorge. Auch lobt sie den deutschen Atomausstieg als richtigen Schritt. Der amtierende Umweltminister sieht die deutsche Umweltpolitik als Erfolgsgeschichte, die zu einem gesünderen und nachhaltigeren Deutschland geführt hat. Angela Merkel war selbst Umweltministerin und betonte die Bedeutung von Experten-Warnungen im Kampf gegen den Klimawandel.

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bedeutung des Kampfes gegen die Erderwärmung hervorgehoben. »Trotz aller anderen politischen Herausforderungen bleibt der Klimawandel eine Überlebensfrage der Menschheit. Manchmal scheint mir das in diesen Tagen ein wenig in den Hintergrund zu treten«, sagte die CDU-Politikerin bei einem Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Bundesumweltministeriums.

Dabei äußerte sich Merkel auch kritisch zu ihren eigenen politischen Fortschritten gegen die Erderwärmung. »Es bleibt die Frage, ob es in meiner Macht gelegen hätte, beim Klimaschutz mehr Vorsorge zu treffen«, sagte sie. »Immer wieder handelten wir nach dem Prinzip Hoffnung und nicht nach dem Vorsorgeprinzip«, sagte Merkel. Weiterhin treibe sie die Frage um, ob die Menschen in der Lage seien, Experten-Warnungen ernst zu nehmen – oder ob sie immer nur nach Naturkatastrophen handelten.

In ihrer Rede verteidigte Merkel auch ihre Entscheidung zum deutschen Atomausstieg 2011 nach der Atomkatastrophe in Fukushima. »Ich bin bis heute der Meinung, dass wir unsere Klimaziele auch ohne die Kernenergie erreichen können«, sagte die Ex-Kanzlerin dazu.

Der amtierende Umweltminister Carsten Schneider (SPD) wertete die deutsche Umweltschutzpolitik im Rückblick als Erfolg. »Die Bilanz dieser 40 Jahre kann sich sehen lassen: Deutschland ist wirtschaftlich gewachsen – und dabei gesünder und nachhaltiger geworden. Viele Gewässer sind wieder sauber – der Rhein, die Elbe und viele andere – und sie erhalten ihre Auen und ihren natürlichen Lauf zurück«, sagte Schneider.

Angela Merkel war von 1994 bis 1998 Bundesumweltministerin. Das Ministerium wurde am 6. Juni 1986 als Reaktion auf die Reaktor-Katastrophe in Tschernobyl in der heutigen Ukraine gegründet.

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📌 Kaynak

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