Bundeskartellamt: Rund 80 Prozent des Tankrabatts bei Autofahrern angekommen
Der größte Teil des Tankrabatts ist an die Verbraucher weitergegeben worden. Das Bundeskartellamt spricht von einer Preislücke von knapp vier Cent.
Tankrabatt im Mai und Juni: 80 Prozent der Autofahrer profitierten, doch Ökonomen kritisieren die Steuerentlastung. Die Energiesteuersenkung nach dem Irankrieg betrug knapp 17 Cent pro Liter, aber es gab eine Lücke von 2,9 Cent bei Diesel und 3,7 Cent bei Benzin. Die Preise stiegen um 17 bis 19 Cent, was im erwartbaren Bereich lag. Der Tankrabatt kostete den Bund 1,6 Milliarden Euro und wurde als ungenau kritisiert. Die 12-Uhr-Regel sorgt für weniger Preisschwankungen, tanken vor zwölf Uhr ist am günstigsten. Das Wiederaufflammen des Irankriegs ließ die Spritpreise erneut steigen, Benzin und Diesel lagen über zwei Euro.
Der Tankrabatt im Mai und Juni ist zu rund 80 Prozent bei den Autofahrern angekommen. Bei Diesel seien 82,6 Prozent der Senkung Verbrauchern zugutegekommen, bei E5-Benzin seien es 77,8 Prozent gewesen, teilte das Bundeskartellamt in Bonn mit.
Der staatlich gewährte Rabatt in Form einer Senkung der Energiesteuer als Reaktion auf die sprunghaft gestiegenen Tankstellenpreise nach Ausbruch des Irankriegs betrug eigentlich knapp 17 Cent pro Liter. Bei Diesel habe es dazu eine Lücke von 2,9 Cent gegeben, bei Benzin von 3,7 Cent.
»Über den gesamten Zeitraum zeigt sich, dass die Steuerentlastung nicht vollständig, aber überwiegend an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben wurde«, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt. Rund um den 1. Juli seien die Preise an der Zapfsäule dann um 17 bis 19 Cent gestiegen und damit im erwartbaren Bereich.
Der Tankrabatt hatte den Bund rund 1,6 Milliarden Euro gekostet und war von Ökonomen stark kritisiert worden, weil er nicht zielgenau bedürftigen Menschen unter die Arme greift.
Die schwarz-rote Bundesregierung hatte als Folge des Irankriegs auch eine 12-Uhr-Regel eingeführt. Tankstellen dürfen seitdem nur noch einmal am Tag zur Mittagszeit die Preise anheben, sie aber jederzeit senken. Das sollte für mehr Transparenz sorgen.
Mundt sagte, es gebe seitdem deutlich weniger Schwankungen. »Im Durchschnitt werden die Preise heute nur noch knapp achtmal täglich geändert, vor Einführung der Regel haben wir in manchen Fällen bis zu 50 Änderungen am Tag gesehen.« Kurz vor zwölf Uhr sei es am günstigsten. Mundt sagte auch, man sollte möglichst nie in den Stunden nach zwölf Uhr tanken, ab 18 Uhr sei die mittägliche Preiserhöhung schon wieder um fast 80 Prozent abgeschmolzen.
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📌 Kaynak
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