Projekt Solara: KI-Agenten sollen sich an verschiedene Geräteformen anpassen
Microsoft möchte die Interaktion von Menschen mit KI-Agenten von Apps entkoppeln und hin zu spezialisierten sprachgesteuerten Geräten entwickeln. ( Microsoft Build 2026 , Microsoft )
Mit dem Projekt Solara stellt Microsoft auf der Entwicklermesse Build 2026 eine Plattform vor, bei der KI-Agenten sowohl bei der Programmierung als auch bei der Interaktion zwischen Mensch und Maschine die zentrale Einheit bilden sollen. Die Plattform zielt darauf ab(öffnet im neuen Fenster), spezialisierte Erfahrungen zu schaffen, die direkt auf den Nutzer, seine Aufgaben und seine Umgebung zugeschnitten sind.
Die wesentliche Neuerung besteht darin, dass eine Abkehr von der traditionellen Nutzung von Apps hin zu einer direkten Interaktion mit KI-Agenten stattfinden soll. Damit Menschen ihre Absichten ausdrücken können, sollen sie die KI-Agenten direkt ansprechen können.
Natürliche Sprache soll dabei die herkömmliche Bedienung über Tastaturen oder Touchscreens ergänzen bzw. ersetzen. Ein Kernmerkmal der Plattform ist das sogenannte Just-in-Time-UI. Diese soll es einem KI-Agenten ermöglichen, seine Benutzeroberfläche dynamisch an unterschiedliche Geräteformen, Bildschirmgrößen und weitere Modalitäten anzupassen, ohne dass Entwickler für jeden Formfaktor ein neues Design entwerfen müssen.
Project Solara fungiert dabei als Chip-to-Cloud-Plattform, bei der das Betriebssystem sowohl auf dem Gerät als auch in der Azure-Cloud existiert, um eine nahtlose Koordination über verschiedene spezialisierte Geräte hinweg zu gewährleisten.
Microsoft präsentiert zur Veranschaulichung zwei Referenzdesigns. Eines ist ein tragbares Badge-Gerät für mobile Angestellte, das andere ein Desktop-Gerät für den stationären Einsatz. Das Badge dient als leichter, stets verbundener Begleiter, während das Desk-Konzept entweder als Partner zum herkömmlichen PC oder als eigenständiger Cloud-PC genutzt werden können soll. Bei beiden Geräten sollen Sicherheit und Identitätsschutz durch Funktionen wie Hello for Business im Vordergrund stehen.
Für die Umsetzung des Projekts arbeitet Microsoft eng mit Qualcomm und Mediatek sowie verschiedenen Unternehmenskunden zusammen. In Pilotprogrammen mit Partnern aus Branchen wie dem Gesundheitswesen und dem Einzelhandel wird erforscht, wie diese agentenbasierten Werkzeuge spezifische Arbeitsabläufe verbessern können.
📌 Kaynak
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